Rapid gastiert bei Villarreal: “Niemand von uns ist auf Urlaub hier”

Von David Mayr
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Christopher Dibon (r.) und Steffen Hofmann (m.) wollen's auch in Spanien wissen.
Christopher Dibon (r.) und Steffen Hofmann (m.) wollen's auch in Spanien wissen. - © APA/Hans Punz
Rapid will den 1.700 mitgereisten Fans auch im Auswärtsspiel bei Villarreal etwas bieten, gleichzeitig aber die nächste Hausaufgabe in der Bundesliga gegen Altach im Fokus behalten.

– aus Castellón de la Plana –

Während in Wien bei Frosttemperaturen der erste Schnee gefallen ist, bereitet sich Rapid an der sonnigen Ostküste Spaniens bei angenehmen 16 Grad auf das Europa-League-Auswärtsspiel bei Villarreal vor.

Für die Wiener ist das Gastspiel im engen Estadio El Madrigal im Stadtkern von Vila-Real, 60 Kilometer nördlich von Valencia, so etwas wie die wohlverdiente Kür eines starken Europacup-Herbstes. Der erstmalige Aufstieg in die K.o.-Runde der Europa League wurde bereits mit dem Auswärtssieg in Pilsen vor zwei Wochen fixiert.

Dennoch will SCR-Verteidiger und La-Liga-Aficionado Christopher Dibon nicht im Ansatz den Schlendrian einreißen lassen. “Niemand von uns ist auf Urlaub hier”, hielt der 25-jährige Niederösterreicher auf der internationalen Pressekonferenz vor der Partie fest und unterstrich das grün-weiße Selbstvertrauen: “Wir müssen den Anspruch haben, überall wo wir hinfliegen, etwas mitzunehmen.”

Rapid-Trainer Barišić: “Denke jetzt nicht unbedingt an den Gruppensieg”

Ein Punkt gegen Villarreal würde reichen, um den Gruppensieg schon vor dem letzten Spiel gegen Dinamo Minsk (Happel-Stadion, 10. Dezember, 19:00 Uhr, live auf Puls 4 und Sky) zu fixieren.

Doch Trainer Zoran Barišić hat in den letzten Tagen auch immer wieder die Wichtigkeit des Bundesliga-Heimspiels kommenden Sonntag (19:00 Uhr, live auf Sky) gegen Altach betont, wohl wissend, dass seine Mannschaft nach den vergangenen drei Europa-League-Matches jeweils eine Niederlage im Ligaalltag kassiert hatte.

“Das Wichtigste ist, dass wir das große Ziel, in Europa zu überwintern, erreicht haben. Ich denke jetzt nicht unbedingt an den Gruppensieg, sondern nur an das Spiel gegen Villarreal für sich”, sagte der Coach und ließ sich, die Aufstellung betreffend, nicht in die Karten blicken. Denkbar scheint aber, dass die ein oder andere Stammkraft zunächst auf der Bank Platz nehmen könnte.

So will Rapid auch bei Villarreal bestehen

Die Stimmung beim Abschlusstraining im Stadion des Tabellenvierten der Primera División war jedenfalls prächtig. Viele der 1.700 mitgereisten Rapid-Fans sahen von der Haupttribüne aus zu, als Barišić den Rasen betrat, gab es spontanen Applaus, über den sich der Trainer sichtlich freute.

Donnerstagabend – dessen ist sich jeder bewusst – erwartet Rapid beim ersten Europacup-Auswärtsauftritt in Spanien seit 34 Jahren die wohl schwierigste Aufgabe der Gruppenphase. “Villarreal ist eine Klassemannschaft, die – wenn man sie lässt – sehr gut Fußball spielen kann”, weiß Dibon. Mit Kompaktheit in allen Mannschaftsteilen, physischer Stärke und Selbstvertrauen in Ballbesitz will man dem entgegenwirken. “Wir glauben an unsere Qualitäten und hoffen, dass wir ein positives Ergebnis erzielen”, so der Defensivmann.

Im Gegensatz zu den Auswärtsspielen in Minsk und Pilsen wird Rapid diesmal eine weitere Nacht hierbleiben, um für das Match gegen Altach am Sonntag ausgeruht zu sein. “Das wird uns in Hinblick auf die nächste Partie guttun”, erklärte Barišić. Freitagvormittag geht es dann von Castellón aus zurück nach Wien.

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