Rapid fährt mit Selbstvertrauen nach Salzburg

Rapid fährt mit Selbstvertrauen nach Salzburg
Die Grünweißen sind seit drei Runden unbesiegt, während die Salzburger Bullen vor heimischem Publikum nach der Pleite in Ried unter Erfolgsdruck stehen.

Nach dem Saison-Torrekord (19 Treffer/Schnitt 3,8) und dem zweitschlechtesten Besuch dieses Spieljahres (39.000 Zuschauer/7.800) am Wochenende bleibt kaum Zeit zum Verschnaufen in der T-Mobile-Bundesliga. Am Dienstag (20.30 Uhr/live ORF 1/Premiere) eröffnen Titelverteidiger Red Bull Salzburg und Rekordmeister Rapid Wien in der englischen Fußball-Woche die 17. Runde.

Unter Erfolgsdruck stehen dabei vor allem die viertplatzierten Salzburger, aber auch die Grünweißen weisen als Sechste ebenfalls fünf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Austria Magna auf. Beide und auch die anderen Verfolger des Cupsieger dürfen sich bei Schlusslicht Wacker Innsbruck bedanken, dass die Violetten am Sonntag in Innsbruck mit dem 0:2 keinen Zähler mitgenommen haben und damit der Rückstand nicht größer geworden ist.

Pacult: „Salzburg hat Probleme“
Peter Pacult war vom 0:2 des Meisters in Ried überrascht, weil er eigentlich geglaubt hatte, dass die Salzburger davor mit dem 4:1-Heimsieg über Sturm Graz die Wende herbeigeführt hätten. „Aber scheinbar haben sie weiter Probleme, sie werden personell die eine oder ander Änderung vornehmen“, meinte der Rapid-Coach vor der Abreise nach Anif am Montag bzw. dem Duell der stärksten Heimelf mit dem zweitbesten Auswärtsteam.

Dass die seit vier Runden sieglosen Gastgeber (nur drei Punkte) daheim (7 Siege, 0 Remis, 1 Niederlage/0:1 Austria) und auswärts (0-4-4) zwei verschiedene Gesichter zeigen, ist allgemein bekannt. Die Rapidler schauen aber ohnehin weniger auf den Gegner und die Statistik, sondern viel mehr auf sich. „Wir haben zuletzt auch auswärts schon besser gespielt, sind besser als aus der ersten Länderspiel-Pause gekommen. Die Spieler sind viel frischer und setzen die Vorgaben um“, betonte Pacult.

Dazu kommt das Selbstvertrauen nach drei Runden ohne Niederlage. „Wir können auch in Salzburg gewinnen, auch wenn manchmal ein bisschen Glück dazu gehört. Der Austria ist das dort gelungen und wir sind zuletzt in Salzburg durch Bazina ja 1:0 in Führung gegeben“, so Pacult, dessen Truppe im letzten Heimspiel der Bullen im Spieljahr 2006/07 am 20. Mai letztlich 1:3 unterlegen war und zuletzt am 19. August im St. Hanappi durch ein Katzer-Kopftor 1:0 gewonnen hat.

Salzburg-Goalie Ochs: „Müssen gegen Rapid drei Punkte machen“
Der jüngste Rapid-Sieg (2:0) in Salzburg datiert allerdings vom 30. Juli 2005, danach haben die Festspielstädter zu Hause gegen die Hütteldorfer drei Erfolge in drei Partien (9:1 Tore) eingefahren und davor in sieben Spielen nicht verloren (fünf Siege, zwei Remis). Viel mehr als diese Statistik beschäftigt jedoch den schwächelnden Meister die aktuelle eigene Form. Auf der Dienstag-Pressekonferenz war nicht so sehr Rapid, sondern noch immer das 0:2 in Ried Hauptthema.

In den 45 Minuten des Treffens mit den Medien hatte man den Eindruck, als würde Giovanni Trapattoni seine Mannen weiterhin verteidigen. „Die Spieler müssen nicht für mich, sondern für sich und den Verein spielen, das ist wichtig“, sagte der immer mehr in die Kritik geratene 68-Jährige, von dem erwartet wird, dass er seine Elf für die Rapid-Partie verändern wird. Sportdirektor Heinz Hochhauser urgiert mehr „körperbetontes Spiel“ und meinte: „Ich erwarte endlich eine Reaktion, auch vom Trainerteam.“

So könne man jedenfalls nicht weiter spielen, ergänzte Co-Trainer Thorsten Fink. „Wir sind nicht bereit zu arbeiten, müssen richtig in die Zweikämpfe gehen und laufen. Wir schauen nun von Spiel zu Spiel“, sagte der Assistent des italienischen Maestro. Timo Ochs war nach dem Ried-Spiel arg enttäuscht. „Ich bin ein bisschen sprachlos. In Ried kann man verlieren, aber nicht auf diese Art und Weise. Jetzt müssen wir gegen Rapid drei Punkte machen“, forderte der deutsche Torhüter.

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