Akt.:

Rapid-Fan wegen Raubes von Austria-Fanartikeln vor Gericht: Freispruch

Bei einem Zusammentreffen der Fans von Rapid Wien und Austria Wien im Hanappi Stadion solle es zu einem weiteren Zwischenfall gekommen sein, an dem der Angeklagte beteiligt gewesen sein soll. Bei einem Zusammentreffen der Fans von Rapid Wien und Austria Wien im Hanappi Stadion solle es zu einem weiteren Zwischenfall gekommen sein, an dem der Angeklagte beteiligt gewesen sein soll. - © APA/Pesslenher
Ein 29-jähriger Rapid-Fan aus Oberösterreich hat sich am Freitag wegen Raubes von Austria-Salzburg-Fanartikeln im Wert von 100 Euro verantworten müssen. Dem Akademiker wurde zudem versuchte schwere Körperverletzung vorgeworfen.

Korrektur melden

Der Angeklagte erklärte, er habe niemandem etwas weggenommen und bei dem Vorfall in Wien nur einen Wagen gelenkt, aus dem dann vermummte Rapid-Fans heraussprangen. Der 29-jährige Angeklagte wurde am Freitagnachmittag vom Vorwurf des Raubes rechtskräftig freigesprochen.

Vorfall auf Raststation Kasern

Ein Doppeldeckerbus mit rund 70 Rapid-Fans legte am 25. März 2012 auf der Fahrt von Wien nach Innsbruck auf der Autobahnraststation Salzburg-Kasern einen Zwischenstopp ein. Ganz in der Nähe parkte ein Fahrzeug mit Austria-Salzburg-Fans, die ebenfalls zu einem Fußballspiel unterwegs waren. Der Oberösterreicher habe drei Salzburger Austrianern gedroht, sie sollten Fanartikel herausrücken, sonst würde er Verstärkung aus dem Rapid-Bus holen, warf ihm die Staatsanwaltschaft vor. Die Ausbeute bestand aus Schal, Kapuzenpulli, Kapperl und Bier.

Rapid-Fan beschreibt Vorfall anders

Doch der bisher unbescholtene Unternehmer, der Busfahrten für Rapid-Fans organisiert, stellte den Vorfall völlig anders dar. Er habe zur Deeskalation beitragen wollen und mit den Austrianern geredet. Währenddessen hätten nicht bekannte Rapid-Fans, einige wären bereits alkoholisiert gewesen, aus dem Fahrzeug der Salzburger die Fanartikeln herausgeholt. "Wohl für ihre Trophäensammlung", konstatierte Staatsanwalt Mathias Haidinger.

Zwischenfall im Hanappi-Stadion

Zu dem Zwischenfall am 14. April 2012 beim Hanappi-Stadion vor dem Wiener Fußball-Derby befragt, als Rapid-Anhänger gegen Austria-Wien-Fans zu Felde zogen, meinte der Beschuldigte: Er habe sich von rund 20 radikaleren Rapid-Anhängern "weichklopfen" lassen, sie mit einem Kastenwagen vor den Absperrzaun zu bringen. Er habe sich gedacht, die Gruppe hätte nur mit ihrer Anwesenheit die Vorbereitung für das Spiel stören wollen.

"Wozu wird dann der ganze Bus abgedeckt, ein anderes Kennzeichen raufgetan und warum vermummt man sich dann?", fragte die Vorsitzende des Schöffensenates, Daniela Segmüller. "Als Vorsichtsmaßnahme, um nicht erwischt zu werden. Vermutlich waren einige Leute dabei, die Stadionverbot hatten", antwortete der Oberösterreicher. "Ich habe mich nicht vermummt." Er sei im Wagen geblieben und, als die Polizei davor stand, herausgesprungen und aus Angst, zum Handkuss zu kommen, davongelaufen. Die Vorsitzende verwies auf den Akt: "Daraus ergibt sich, dass ein tätlicher Angriff gestartet werden sollte." t. Das Verfahren wegen versuchter Körperverletzung wurde ausgeschieden. Dieser Vorwurf ist Thema eines eigenen Prozesses unter der Leitung eines Einzelrichters, hieß es Freitagnachmittag. Der Verhandlungstermin ist derzeit noch nicht bekannt.(APA)



Kommentare 0

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

 
noch 1000 Zeichen
 

Mehr auf vienna.at
Erster Fukushima-Reaktor ist gesäubert
Im schwer beschädigten japanischen Atomkraftwerk Fukushima sind alle radioaktiven Brennstäbe in einem von vier [...] mehr »
Elton John heiratete David Furnish
Auf den Tag genau neun Jahre nach ihrer Verpartnerung haben der britische Popstar Elton John und sein langjähriger [...] mehr »
Mutter in Australien wegen achtfachen Mordes angeklagt
Nach dem erschütternden Fund von acht toten Kindern in Australien steht die Mutter unter Mordverdacht. Die 37-Jährige [...] mehr »
Massenflucht vor Flut in Malaysia und Sri Lanka
Nach heftigen Regenfällen in Malaysia und Sri Lanka sind Zehntausende Menschen auf der Flucht vor Überschwemmungen. Im [...] mehr »
Spanische Weihnachtslotterie winkt mit Milliarden
Für die Lose mit dem Hauptgewinn gibt es insgesamt 640 Millionen Euro: Allein diese Summe erklärt, weshalb der erste [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmeldung

Bei Facebook?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Anmelden - oder ohne Registrierung diskutieren

Als VIENNA.AT User anmelden:




Passwort vergessen?

Unregistrierter User:

Bei unregistrierten Benutzern wird der Kommentar erst nach einer Prüfung freigeschaltet. Beleidigende, rassistische, ausfällige oder nicht themenbezogene Kommentare werden nicht veröffentlicht. Kommentare von eingeloggten Usern werden sofort veröffentlicht.

Neu registrieren