Rapid-Debütant Tomi über Reservistenrolle: “Es war nicht einfach zu akzeptieren”

Von David Mayr
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Rapids Tomi (r.) freut sich über sein Pflichtspieldebüt für Rapid.
Rapids Tomi (r.) freut sich über sein Pflichtspieldebüt für Rapid. - © Thomas Haumer
Der Ex-Grödiger Tomi Correa feierte 4,5 Monate nach seinem Wechsel zu Rapid ein erfolgreiches Debüt in Grün-Weiß. Mit VIENNA.at sprach der Spanier über seine Gefühle während der langen Wartezeit.

134 Tage musste sich Tomás Correa Miranda, kurz Tomi, gedulden, eher er erstmals für Rapid in einem Pflichtspiel zum Einsatz kam. Mittwochabend durfte der im Sommer aus Grödig geholte Routinier im Cup-Achtelfinale gegen Austria Salzburg dann gleich als hängende Spitze über die volle Distanz gehen, im Finish konnte er sogar noch einen Treffer zum ungefährdeten 5:1-Heimsieg beisteuern.

“Ein sehr, sehr schönes Gefühl, nicht nur wegen des Tores, sondern auch für die ganze Mannschaft, dass wir in die nächste Runde eingezogen sind”, waren dem 30-jährigen Offensivspieler von der spanischen Insel Teneriffa im Talk mit VIENNA.at Freude und Erleichterung über das geglückte Debüt anzumerken.

Barišić: “Ich hoffe, dass ihm das Selbstvertrauen gibt”

“Er war stark am Ball, hat viel für die Mannschaft gearbeitet und gezeigt, dass er Qualität hat. Ich hoffe, dass ihm das Selbstvertrauen gibt”, zeigte sich auch Trainer Zoran Barišić mit der Leistung des Debütanten zufrieden. Mit einiger Verspätung ist Tomi also auch sportlich in Wien angekommen.

Zwischen seiner Präsentation als grün-weißer Neuzugang und seiner Premiere in einem Pflichtspiel lagen 4,5 Monate, in denen er es überhaupt nur dreimal in den Kader geschafft hatte. “Das war eine neue, schwierige Situation für mich, die nicht einfach zu akzeptieren war”, gab der Linksfuß zu. “Aber man muss damit umgehen können, und wenn dir der Trainer dann die Chance gibt, gilt es, dein Bestes zu geben und es zu genießen. Heute hatte ich sehr viel Spaß auf dem Platz – klar, dass es nicht ganz so ist, wenn ich nicht spiele.”

Tomi: “Wir sind da, wenn wir gebraucht werden”

Barišić’ Überlegung hinter der Verpflichtung, über die im Sommer nicht wenige den Kopf schüttelten, war, einen ballsicheren Mann mit viel Übersicht und Erfahrung als Alternative für den Angriff beziehungsweise für die offensivste Mittelfeldposition zu holen. Ansätze davon konnte Tomi bei seinem Debüt als Rapidler durchaus zeigen, obgleich natürlich zu bedenken ist, dass dies in einem Spiel gegen den Vorletzten der Ersten Liga geschah.

Eine Einschätzung, ob er seine Chance genutzt hat, wollte Tomi nicht abgeben. “Das muss der Trainer entscheiden, aber ich und die anderen Spieler, die in letzter Zeit nicht so oft zum Einsatz gekommen sind, haben mit diesem Sieg bewiesen, dass wir da sind, wenn wir gebraucht werden.”

Für den Moment genießt der Ex-Grödiger nach unzähligen Trainings, aber ohne Matcheinsatz das Gefühl, wieder ein vollwertiger Teil der Mannschaft zu sein, der dem Team mit seinen Qualitäten helfen kann. Letzteres bestätigte auch Barišić auf der Pressekonferenz nach der Cuppartie.

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