Prunkvolle Eröffnung des 58. Wiener Opernballs

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So prunkvoll wurde der 58. Wiener Opernball eröffnet.
So prunkvoll wurde der 58. Wiener Opernball eröffnet. - © APA
Traditionell und prunkvoll wurde der 58. Wiener Opernball am Donnerstagabend eröffnet. Anstatt Wiener Lieder oder lieblicher Operetten wurden ausschließlich Opern-Arien dargeboten.

Nach dem Einzug der Debütanten zur Fächerpolonaise von Carl Michael Zierer – die Damen mit violetten Sträußchen – gab Margarita Gritskova in einer temperamentvollen Darbietung von Gioachino Rossinis “Di Tanti Palpiti” aus “Tancredi” zum Besten. Danach folgte Anita Hartig mit ihrer gefühlvollen Interpretation von “Depuis Le Jour” aus Gustave Charpentiers “Louise”. Michael Schade präsentierte “Pourquoi Me Reveiller” aus Jules Massenets “Werther”. Schade zeigte sich im Vorfeld der Eröffnung gut gelaunt. “Ich freue mich wahnsinnig, so wie früher auf einen Kindergeburtstag”, meinte der Sänger.

Schwarz-weiße Opernball-Eröffnung

Renato Zanellas Ballett präsentierte eine fulminante Schwarz-weiß-Choreografie zu “Danse Diabolique” von Josef Hellmesberger dem Jüngeren. Die Wiener Philharmoniker unter der Führung von Marc Minkowski waren nur mit einem Teil des Orchesters vertreten – der andere war bei der Wiener Woche in New York. Sie spielten die Ouvertüre von La Gazza Ladra von Gioachino Rossini.

Staatsoperndirektor Dominique Meyer zeigte sich vor dem Ball genauso entspannt wie Ball-Organisatorin Desiree Treichl-Stürgkh in dunkler Spitze gekleidet. Meyer hatte die Generalprobe der Eröffnung verpasst, da er bis Donnerstag früh in den USA war. “Ich war jede Sekunde in Verbindung mit meiner Mannschaft, es wurde so gut vorbereitet, dass nichts passieren konnte.”

Für die Choreografie der Debütanten zeichneten die Tanzlehrer Richard Fränzl und Eddy Franzen verantwortlich, die sich für eine klassische Wiener Eröffnung entschieden hatten, ehe mit dem Ruf “Alles Walzer” die Ballbesucher auf das Parkett gebeten wurden.

Lugner ärgerte sich über Kardashian

Gar nicht entspannt war Richard Lugner, dessen Gäste, das It-Girl Kim Kardashian und Miss World 2011 Ivian Sarcos, dem Baulöwen einen ordentlichen Strich durch die Rechnung gemacht hatten. Letztere erschien erst gar nicht, weil sie ihren Flieger verpasst hatte, und Kardashian, die mit ihrer Mutter Kris Jenner und ihrem Baby North nach Wien gekommen war, hielt ihre Termine nur teilweise ein. Schlussendlich verwehrte Kardashian, die in einer schwarz-nude-färbigen Kreation gekommen war, ihrem Gastgeber auch am Roten Teppich sein so geliebtes Blitzlichtgewitter. Gegen 21.20 Uhr schlich sich das It-Girl gemeinsam mit ihrem eigenen Kamerateam und in Begleitung des Baumeisters durch einen Seiteneingang in die Oper. Dafür konnte Lugner den deutschen Moderator und Comedian Oliver Pocher in seiner Loge begrüßen.

Promis beim Opernball 2014

Großes Gedränge am roten Teppich: Neben Kim Kardashian genossen Regisseur Stefan Ruzowitzky, die Schauspieler Sunnyi Melles, Sandra Cervik und Herbert Föttinger, Maler Christian Ludwig Attersee, Promi-Koch Johann Lafer, Sänger Daniel Serafin sowie sein Vater Harald, Life Ball-Organisator Gery Keszler und Fotograf Hubertus Hohenlohe den Opernball. Mime Tobias Moretti sagte seine Teilnahme kurzfristig ab.

Kofi Annan machte dem Opernball ein großes Kompliment: Sein Freund Bundespräsident Fischer habe ihn und seine Frau eingeladen, und da habe man zu kommen. “Und einmal im Leben muss man den Opernball gesehen haben”, so Annan.

Eindrücke direkt in der Staatsoper

“Die Opernballeröffnung live zu erleben, ist etwas ganz Anderes, als sie im Fernsehen zu verfolgen. Und egal, wie strategisch gut man sich platziert oder ob man gar vorher ein Stehplatzticket für die Eröffnung – zumindest am Parkett – gekauft hat – man sieht nur sehr wenig. Das Jungdamen- und –herrenkomittee steht nämlich vor den Kordeln und ab diesem Zeitraum gilt: Auch ein Rücken kann entzücken. Gewartet wird bereits ca. ab halb neun. Stehvermögen ist gefragt. Geht es dann einmal los, sieht man immer mal wieder den Arm oder einer Tänzerin oder sieht einen Sänger vorübergehen. Wenig glamourös, viel weniger glamourös als daheim am Sofa”, erklärte Redakteurin Sarah van den Berg.

(APA/Red)

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