Prozess um tote Transgender-Frau in Wien-Ottakring

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Am kommenden Donnerstag muss sich ein Schwurgericht im Grauen Haus mit dem gewaltsamen Tod einer Transgender-Frau beschäftigen. Ein 32-Jähriger muss sich wegen Mordes an eienr 35-Jährigen verantworten. Er soll sie erwürgt haben, nachdem er in ihrer Wohnung in Wien-Ottakring ihre Liebesdienste in Anspruch genommen hatte. Das Opfer, ein geborener Mann, soll der Geheim-Prostitution nachgegangen sein.

Auf die Spur des Angeklagten kam man, weil er seine genetischen Fingerabdrücke am Tatort hinterlassen hatte. Der 32-Jährige war Ende Jänner nach zwei Raubüberfällen in der Justizanstalt Wien-Josefstadt in U-Haft gelandet. Dabei wurde ihm routinemäßig ein Mundhöhlenabstrich genommen. Wie sich herausstellte, stimmte seine DNA mit Spuren überein, die man an der Leiche in der Haymerlegasse sichergestellt hatte.

Mordprozess um erwürgte Transgender-Frau in Wien-Ottakring

Die tote Transsexuelle – die gebürtige Türkin war als in ihrer Heimat Verfolgte im Vorjahr nach Österreich geflüchtet und hatte um Asyl angesucht – war erst fünf Tage nach der Bluttat entdeckt worden, die sich laut Anklage am 19. Jänner zugetragen haben soll. Ihre Hände waren gefesselt, die Wohnung ausgeräumt. Neben Bargeld – angeblich 3.000 Euro – fehlten auch zwei Smartphones.

Der Angeklagte hatte angesichts des belastenden DNA-Gutachtens zunächst ein Tatsachengeständnis abgelegt. Er behauptete, er sei nach dem Sex mit der 35-Jährigen in einen letzten Endes tödlichen Streit geraten. Für die Staatsanwaltschaft liegt das Motiv demgegenüber in der Geldnot des Angeklagten begründet. Sie geht davon aus, dass dieser in räuberischer Absicht handelte. Der 32-Jährige modifizierte zuletzt seine ursprünglichen Angaben und behauptet nunmehr, von der 35-Jährigen angegriffen worden zu sein und sich zur Wehr gesetzt zu haben.

(apa/red)

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