Prozess um Kindesmisshandlung: Mutter über Vorwürfe erstaunt

Kinder gequält: Die vierfache Mutter beteuerte vor Gericht ihr Unschuld.
Kinder gequält: Die vierfache Mutter beteuerte vor Gericht ihr Unschuld. - © APA
Am Donnerstag musste sich die vierfache Mutter wegen Kindesmisshandlung vor Gericht verantworten und zeigte sich von den Anschuldigungen erstaunt. Der Prozess wurde vertagt.

Die vierfache Mutter  könne sich die Vorwürfe nicht erklären und hält ihren Ex-Ehemann für die treibende Kraft, dass ihre Kinder sie dermaßen beschuldigen.

“Ich konnte mir nicht annähernd vorstellen, dass so etwas wie heute passiert”, sagte sie im Hinblick auf die Verhandlung im Wiener Straflandesgericht. Vor allem seien die schwerwiegendsten Vorwürfe erst dann erhoben worden, als die Kinder bereits ein Jahr bei ihrem leiblichen Vater lebten. “Ich hab’ gedacht, jetzt hat er (der Kindesvater, Anm.) ja, was er wollte”, sagte die 40-Jährige. “Er benutzt die Kinder für sich und die tragen das ihr Leben lang herum, dass sie ihre Mutter beschuldigt haben”, sagte die Frau, die bis vor kurzem als Lehrerin tätig war.

Prozess wegen Kindesmisshandlung in Wien

Der älteste Sohn, der als erster die Anschuldigungen gegen seine Mutter und deren Lebensgefährten erhoben hatte, habe mit 13 Jahren begonnen Schwierigkeiten zu machen, erzählte die gebürtige Deutsche. “Er hat angefangen zu lügen, deshalb waren wir auch in der Schule, weil er seine Lehrerin angelogen hatte”, erzählte die 40-Jährige. Weil er seine Hausübungen nicht machen wollte, hat ihm die Mutter sein neues iPhone, das er vom Vater geschenkt bekommen hatte, weggenommen. “Da hat er gesagt, er wird so lange laut sein, bis er das Telefon wieder bekommt”, so die Beschuldigte. Daraufhin sei er in sein Zimmer und habe lautstark Pfadfinderlieder gesungen und immer wieder Textpassagen wie “Ich will mein Telefon” oder “Mama foltert mich” eingebaut.

Frau beteuert Unschuld

Die Frau versicherte, ihre Kinder nicht gequält zu haben. Der Älteste hatte etwa erzählte, dass er nach der Mundspülung mit dampfendem Wasser schmerzhafte Bläschen im Mund gehabt habe. “Ja, er hatte ein Bläschen im Mund. Deshalb waren wir auch beim Zahnarzt”, sagte die 40-Jährige. Dabei handelt es sich um eine Aphte, die mit einer Tinktur behandelt wurde. Das hat ihm natürlich beim Essen und Trinken wehgetan.”

Angebliche Würgemale am Hals des jüngsten Sohnes erklärte die 40-Jährige, dass dies durch den Halsausschnitt eines T-Shirts passiert sein könnte. Die drei Buben hätten miteinander gerauft und seien dabei auf den Jüngsten losgegangen. Da sei ihr Lebensgefährte eingeschritten und habe ihn am T-Shirt aus dem Tumult gezogen. Der Abdruck des Ausschnitts sei einige Tage zu sehen gewesen.

Nach der Zeugenaussage des Zweitbeschuldigten und des Kindesvaters wurde die Verhandlung vertagt.

(APA)

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