Prozess um Chef der “Goldenberg”-Bande: Drei Jahre Haft

Der mutmaßliche Chef der "Goldenberg"-Bande wurde am Montag verurteilt.
Der mutmaßliche Chef der "Goldenberg"-Bande wurde am Montag verurteilt. - © APA
Am Montag ging der Prozess um den mutmaßlichen Chef der “Goldenberg”-bande am Wiener Straflandesgericht zu Ende. Der Angeklagte Magamed M. wurde wegen schwerem Raub als Beteiligter, Erpressung und Körperverletzung zu drei Jahren unbedingter Haft verurteilt.

Der Schöffensenat war nach viertägiger Verhandlung überzeugt, dass Magamed M. die ihm vorgeworfenen Delikte – schwerer Raub als Beteiligter, Erpressung und Körperverletzung – begangen hatte.

Angeklagter wies Anschuldigungen zurück

Der 21-Jährige hatte in dem Prozess die wider ihn erhobenen Anschuldigungen größtenteils zurückgewiesen und behauptet, seine laut Anklage auf Jugendkriminalität ausgerichtete Gruppierung sei nur ein Verein gewesen, in dem man Sport betreiben konnte. Von Überfällen und weiteren Straftaten habe er nichts gewusst.

Wie Richter Daniel Rechenmacher in seiner Urteilsbegründung ausführte, handelte es sich bei der Gruppierung, der bis zu 150 Jugendliche und junge Erwachsene angehörten, in Wahrheit um eine Bande, die ihrem Organisationsgrad nach einer kriminellen Vereinigung zumindest nahekam. Dabei habe Magamed M. eine “Vorbild”-Wirkung gehabt. “Er wurde regelrecht auf ein Podest gestellt”, stellte Rechenmacher fest.

Weitere Verurteilungen der “Goldenberg”-Bande”

Ein 20-Jähriger, der besonders gewalttätig vorgegangen war und – teils alleine, teils mit Mittätern – zwischen November 2014 und Ende Jänner mit einer goldenen Gaspistole drei Supermärkte überfallen hatte, wurde zu einer sechsjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Zwei weitere, untergeordnet beteiligte Angeklagte fassten zwölf Monate teilbedingt bzw. sechs Monate bedingt aus. Die Urteile sind vorerst nicht rechtskräftig.

Im “Goldenberg”-Verfahren waren ursprünglich 33 Burschen und junge Männer zur Anzeige gebracht worden. Der Großteil davon wurde in drei separat geführten Verfahren erstinstanzlich abgeurteilt.

(APA/Red)

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