Premiere in Neu Marx: Cirque du Soleil verzauberte Wien mit “Amaluna”

Von Daniela Herger
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"Amaluna" begeisterte das Publikum bei der Premiere in Wien
"Amaluna" begeisterte das Publikum bei der Premiere in Wien - © Cirque du Soleil
Unter riesigem Andrang von prominenten Gästen und zahlreichen weiteren begeisterten Wiener Zirkus-Fans fand am Donnerstagabend die Premiere der Cirque du Soleil-Show statt, die noch bis 17. April 2017 in Wien Station macht. VIENNA.at hat “Amaluna” für Sie gesehen.

Eine der großen Zeltshows des traditionsträchtigen Cirque du Soleil feierte am Donnerstag im weißen Grand Chapiteau-Zelt in Wien-Neu Marx Österreichpremiere. Bei “Amaluna” trifft der Zauber einer romantischen Geschichte à la “Romeo und Julia” auf sensationell anmutende Akrobatikperfomances, bei denen man als Zuseher mehr als einmal seinen Augen nicht traut und mit angehaltenem Atem gebannt das Geschehen unter der Lichtkuppel mitverfolgt.

Staunen über hochkarätige Artistik-Acts bei “Amaluna”

Kein Zweifel: Das aktuelle Programm, mit dem das Cirque du Soleil-Ensemble Wien beehrt, bei dem Motive aus Shakespeares “Der Sturm” und Mozarts “Die Zauberflöte” aufeinander treffen, bringt einige der besten Akrobaten der Welt in Personalunion auf die Bühne – Künstlerinnen und Künstler von einer Gelenkigkeit, Flexibilität und Geschmeidigkeit, die absolute Könnerschaft mit jeder akkurat gesetzten Bewegung und jedem waghalsigen Stunt verrät. “Amaluna” versetzt während der kurzweiligen, knapp zweistündigen Show das Publikum praktisch nonstop in Staunen.

Die opulenten Phantasiekostüme, die mythologisch-mysteriösen Kulissen, Lichteffekte, mit denen es plötzlich im Zirkuszelt Sterne regnet – bei der “Amaluna”-Premiere in Wien stimmte einfach alles. Davon wollte sich auch so mancher prominente Besucher der Show überzeugen – unter den bekannten Gesichtern, die den Auftakt des Spektakels besuchten, waren etwa Arabella Kiesbauer, Klaus Eberhartinger, Karl Markovits, Toni Faber, Marianne Mendt, Zoe, Ursula Strauss, Peter Färber, Herbert Steinböck, Peter Weck, Eva Glawischnig und Gerald Fleischhacker vertreten.

Geballte Frauenpower bei der Cirque du Soleil-Show in Wien

Die Story hinter “Amaluna” bedarf einiger Erläuterung – hier hilft definitiv ein Blick ins Programmheft, um die doch eher komplexe Geschichte zu verstehen. Schauplatz der stark von Frauen dominierten Show – 70 Prozent der Besetzung sind weiblich – ist die titelgebende geheimnisvolle Insel “Amaluna”, auf der Göttinnen herrschen. Zentrale Protagonistin ist die verspielte Miranda, ein junges, verträumtes Mädchen an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Ihre Mutter, Königin Prospera, inszeniert für ihre Tochter eine Art Ritual anlässlich ihrer Frauwerdung. Im Zuge dessen beschwört Prospera einen Sturm herauf, der eine Gruppe junger Männer auf der Insel stranden lässt. Diese Ankunft bildet den Auftakt zu einer epischen und emotionalen Liebesgeschichte zwischen Miranda und dem jungen Romeo, einem der Schiffbrüchigen – doch bis sich diese beim Happy End in die Arme sinken dürfen, gibt es noch so manche Komplikation zu bestehen.

Dieser Plot bildet den losen Rahmen für eine vielseitige Aneinanderreihung faszinierender Acts: Von den in Gold gekleideten fröhlichen “Arielles” auf ihren Einrädern über die Mondgöttin, die mit ihren waghalsigen Verrenkungen in einem Aerial Hoop durch das Grand Chapiteau wirbelt, bis hin zu den kämpferischen Amazonen, die an Reck-artigen Gebilden umherschwingen und -turnen – bei “Amaluna” ist jede Menge Frauenpower angesagt. Ein weiteres Highlight: Die Göttin der Balance, die mit hypnotisch anmutender Präzision ein surreal wirkendes Konstrukt, eine Art Mobile aus 13 Palmblatt-Rispen, baut und stets sicher in der Luft hält. Hier sitzt jeder Handgriff, wird absolut nichts dem Zufall überlassen.

Highlights vom wendigen Jongleur bis zu den schrillen Clowns

Die Herren der Schöpfung stehen den Damen jedoch bei der Show in nichts nach – etwa die Schiffbrüchigen, die sich auf einer Art Wippschaukel wechselweise in die Luft kapitulieren und die Zuseher mit ihren halsbrecherischen Salti begeistern. Und als absoluter Besucherliebling entpuppt sich bereits zu Beginn von “Amaluna” der junge Cali – der eifersüchtige Spielgefährte Mirandas, der halb Mensch, halb Echse ist, und seine Freundin stets zu beschützen versucht. Leichtfüßig und oftmals jonglierend springt er im Zelt umher und schlägt der Schwerkraft mehr als einmal mit seinen abenteuerlichen Faxen ein Schnippchen.

Und was wäre ein Zirkus ohne Clowns? Auch diese sind in Gestalt von Mirandas schrill-überwutzeltem Kindermädchen Mainha und Romeos treu-doofem Diener Capore vorhanden und sorgen mit eher derben, oftmals vieldeutigen Gesten und einem Kauderwelsch, in dem man dennoch einzelne Worte und Zweideutigkeiten versteht, für Gelächter. Die alles andere als subtilen Gags, die sich in der amourösen Anbahnung zwischen dem quietschbunten Paar am laufenden Band ergeben, wobei es auch zu körperlichen Interaktionen mit dem Publikum kommt, sind sicher nicht jedermanns Sache – doch sei’s drum. Alles in Allem bietet die Cirque du Soleil-Show “Amaluna” beste Unterhaltung und absolut beeindruckende Performances, die das sichtlich begeisterte Publikum in Wien sicher nicht nur am Premierenabend in Euphorie versetzen werden.

“Cirque du Soleil”: “Amaluna”
9. März bis 17. April 2017
Grand Chapiteau in Neu Marx,
Karl Farkas Gasse, 1030 Wien

Neugierig geworden? Tickets für die Cirque du Soleil-Show “Amaluna” sind erhältlich in allen oeticket Center und Vorverkaufsstellen in ganz Österreich unter 01/96096 und auf der oeticket-Website.

>>Mehr zur Cirque du Soleil-Show “Amaluna”

(DHE)

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