Präsident Napolitano machte Bebenopfern Mut

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Der italienische Präsident Napolitano hat am Donnerstag die vom Erdbeben betroffenen Gemeinden in der norditalienischen Region Emilia Romagna besucht. Napolitano, der Obdachlose traf, versprach rasche Hilfe seitens des Staates für den Wiederaufbau der betroffenen Region. Wichtig sei vor allem die Wiederaufnahme der Industrieproduktion.


Man müsse die Abwanderung von Unternehmen verhindern, sagte Napolitano, der den Obdachlosen Mut machte. “Die Nachbeben werden aufhören und diese Gegend wird den Neubeginn schaffen”, versicherte der Präsident.

Der Präsident forderte von der Regierung Monti, Italien mit einem großangelegten Plan gegen Erdbebenschäden zu wappnen. Das Land müsse dringend Maßnahmen ergreifen, um besser auf Naturkatastrophen vorbereitet zu sein, erklärte Napolitano.

In der Region Emilia Romagna kommt die Erde unterdessen nicht zur Ruhe. In der Nacht auf Donnerstag wurde ein neues Erdbeben der Stärke 3,2 auf der Richterskala registriert. Es richtete keine größeren Schäden an. Die Erschütterungen waren in den Provinzen Modena, Reggio Emilia und Mantua zu spüren, berichtete das nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie. Seit Tagen werden Nachbeben nach den schweren Erdstößen am 20. und 29. Mai gemeldet, bei denen insgesamt 26 Menschen ums Leben gekommen sind.

Die Zahl der Obdachlosen stieg auf 17.000, wie Zivilschutzchef Franco Gabrielli mitteilte. Tausende Menschen sind in Sporthallen, Schulen und Zeltlagern untergebracht. Viele Betroffene campen in privaten Zelten in unmittelbarer Nähe ihrer Wohnungen. Sie wollen ihre Häuser nicht unbeaufsichtigt lassen.

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