Polizei-Einsatz gegen Parlamentsmaskottchen wegen Anti-Gesichtsverhüllungsverbot

Polizei-Einsatz gegen Parlamentsmaskottchen wegen Anti-Gesichtsverhüllungsverbot
© APA/BARBARA GINDL
Während eines Film-Drehs vor dem Hohen Haus anlässlich des “Tags der offenen Tür” des Parlaments am 26. Oktober kam es zu einem Polizei-Einsatz gegen das Parlamentsmaskottchen. Grund dafür war das “Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz” bzw. Burka-Verbot.

Das “Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz” bzw. Burka-Verbot in Österreich sorgt für immer skurrilere Auswüchse. Nun traf es auch das Maskottchen des Parlaments, das das Gesetz beschlossen hat. Bei einem Film-Dreh vor dem Hohen Haus anlässlich des “Tags der offenen Tür” des Parlaments am 26. Oktober kam es laut “Tiroler Tageszeitung” zu einem Polizeieinsatz gegen den Hasen Lesko. Für Filmaufnahmen im Auftrag der “Demokratiewerkstatt” waren am 9. Oktober vor dem Parlamentsgebäude am Ring Kinder mit dem Parlamentsmaskottchen unterwegs. Eine vorbeikommende Polizeistreife unterbrach den Dreh und der Darsteller hinter dem hellblauen Hasen Lesko mit seinen langen wuscheligen Ohren und großen Augen musste sein wahres Gesicht zeigen. Eine Strafe gab es nicht, teilte die Wiener Polizei der “Tiroler Tageszeitung” mit.

Hase Lesko hatte nicht gegen “Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz” verstoßen

Laut Parlament war für die Aufnahmen keine Genehmigung nötig, weil nicht auf öffentlichem Grund und Boden, sondern auf dem des Parlaments gedreht wurde. Letztlich stellten die Beteiligten fest, dass es sich um “künstlerische Berufsausübung” gehandelt habe und nicht gegen das Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz verstoßen wurde.

Seit dem Inkrafttreten des Anti-Gesichtsverhüllungsgesetzes am 1. Oktober hat es in Wien knapp 30 Amtshandlungen nach der neuen Vorschrift gegeben. Nur eine Handvoll davon betraf Frauen mit muslimischer Gesichtsverschleierung.

APA/Red.

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