Politiker: Wer heute zittern muss

Politiker: Wer heute zittern muss
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Gastkommentar von Johannes Huber: Wahltag ist Zahltag, heißt es. Für viele ist es tatsächlich so: Heute entscheidet sich für ein paar Dutzend Politiker und ihre Mitarbeiter die berufliche Zukunft. Je nach Ergebnis wird Michael Häupl Bürgermeister und SPÖ-Chef bleiben oder nicht.

Bei Maria Vassikalkou geht’s ums Vize-Bürgermeister- und Grünen-Vorsitzenden-Amt und bei Manfred Jurazcka darum, ob er ÖVP-Obmann bleibt. NEOS-Spitzenkandidatin Beate Meinl-Reisinger wird indes mit ihren Freunden in den Gemeinderat einziehen oder sich wohl ganz aus der Politik verabschieden; ihr Nationalratsmandat hat sie ja schon aufgegeben. Gut abgesichert ist FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache: Er verfügt über ein Nationalratsmandat – und würde sich davon nur dann trennen, wenn er als Bürgermeister ins Rathaus einzieht.

Arbeitslos wird er also sicher nicht.Doch nicht nur auf Stadt-, sondern auch auf Bundesebene herrscht das große Zittern: Verlieren ihre Parteifreunde zu viel, kommen Kanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vize Reinhold Mitterlehner (ÖVP) unter Druck. Und verfehlen die NEOS den Einzug in den Gemeinderat, wird’s für sie und damit auch ihren Gründer, Matthias Strolz, auf Bundesebene eng. Also: Die Spannung ist allerorts groß. Ab 17 Uhr, wenn die ersten Wahltagsbefragungen veröffentlicht werden, wird man wissen, wessen Sorgen berechtigt sind.

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