Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Poliezei

Dieser Film spielt mitten im hektischen Alltag einer Pariser Polizeieinheit. Er verfolgt die aufreibende Arbeit von Jugendschützern, die sich um die Schwächsten der Gesellschaft kümmern sollen. Alle Spielzeiten auf einen Blick

Es herrscht der permanente Ausnahmezustand: Ermittler sitzen in engen Büros, die Emotionen kochen hoch, der Stress zerrt an den Nerven, immer wieder muss der Chef Balloo (Frédéric Pierrot) die Wogen glätten. Sein Team bewegt sich psychisch und physisch am Limit.

Ganz ungeschminkt zeigt die französische Regisseurin und Schauspielerin Maiwenn Le Besco in ihrem am Freitag (20.1.) in Österreich startenden bewegenden Ensemblefilm, wie schwierig, hart und frustrierend Ermittlungen in Fällen von Kindesmissbrauch sein können. Dabei kommt “Poliezei” – der Filmtitel zitiert die falsche Schreibweise von illegal Eingewanderten – in einem quasi-dokumentarischen Stil daher. Darin ähnelt er Laurent Cantets Schulfilm “Die Klasse”, der in Cannes 2008 die Goldene Palme gewann. Le Bescos schauspielerisch herausragender Film wurde in diesem Jahr in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.

Großartig ist die Leistung der hellwachen französischen Schauspieler. Die Regisseurin selbst spielt eine Fotografin, die von außen kommt und das prekäre Gleichgewicht der Truppe durcheinanderwirbelt. Der draufgängerische Fred (Rapper Joey Starr) verliebt sich in die Neue, während sich die Freundinnen Nadine (Karin Viard) und Iris (Marina Fois) immer mehr entfremden. Die privaten Streitereien und Eifersüchteleien im Team überlagern immer mehr die Arbeit, bis es zu einem dramatischen Finale kommt.

Trotz des dokumentarischen Stempels ist “Poliezei” keine zweistündige Reportage über den Pariser Polizeialltag geworden, sondern ein komplexer Ensemblefilm mit allen Verwicklungen und menschlichen Dramen. Darin liegt durchaus ein Problem: Über die zwei Stunden Spielzeit hinweg laufen die Schicksale der missbrauchten Kinder Gefahr, zur beliebigen Staffage zu verkommen. Am Ende gelingt die Gratwanderung zwischen Doku und Drama dank der beherzten Schauspieler, denen man ewig zusehen könnte.

(APA)

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
Kommentare
Kommentar melden
Grund der Meldung
  • Werbung
  • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
  • Persönliche Daten veröffentlicht
Noch 1000 Zeichen