Point Break – Trailer und Kritik zum Film

Point Break – Trailer und Kritik zum Film
1991 warfen sich Patrick Swayze und Keanu Reeves in Kathryn Bigelows gleichnamigem Actionklassiker in die “Gefährliche Brandung”.

Am Donnerstag kommt mit “Point Break” nun ein Remake in die Kinos, das als visuelles Spektakel den Vorgänger alt aussehen lässt. Wer eher auf atemberaubende Extremsportaufnahmen steht und weniger auf eine schlüssige Handlung, kommt dabei voll auf seine Kosten.

Point Break- Die Geschichte

Gegenüber dem Originalfilm ist die Handlung von “Point Break” deutlich komplexer gestaltet, behält aber immerhin die Grundstruktur und die Namen der Charaktere bei. Das hat zur Folge, dass die Hauptfigur, ein junger FBI-Agent, immer noch den Vintage-Namen Johnny Utah trägt. Der einstige Extremsportler (gespielt vom australischen Nachwuchsschauspieler Luke Bracey), der nach dem tödlichen Unfall eines Freundes seinen Lebensweg geändert hat, soll nun ein Team von Multisportlern infiltrieren, an deren Spitze Bodhi (Edgar Ramirez, “Bourne Ultimatum”) steht.

Diese wollen die mystischen “Ozaki Eight” ausführen, acht vom namensgebenden Umweltaktivisten erdachte Prüfungen, die den Pfad zur Erleuchtung darstellen sollen. Und da die furchtlosen Extremsportler schon auf dem Weg der ökologischen Erkenntnis sind, verbinden sie ihre halsbrecherischen Einsätze mit Überfällen, die internationale Unternehmen schädigen. Deshalb das FBI-Interesse. Utah gewinnt durch seine furchtlose Bereitschaft zum Körpereinsatz langsam das Vertrauen der Gruppe, muss sich nun aber selbst die Frage nach dem richtigen und falschen Weg stellen.

Point Break – Die Kritik

Mit diesem oftmals etwas abstrusen Handlungskonstrukt voller Naturesoterik und coolen Sinnsprüchen a la “Was bleibt uns, wenn die Ideen nicht mehr reichen? Taten!” wird der eigentliche Kern von “Point Break” allerdings nur notdürftig umhüllt: Der eines adrenalin- und testosteronschwangeren Männerfilms, der mit brillanten Aufnahmen spektakulärer Extremeinsätze in 3D besticht. Schließlich hat Regisseur Ericson Core – mit Ausnahme des Sidekicks Samsara (Teresa Palmer) – nur auftrainierte Hipstermänner mit Vollbart und aufwendigen Tattoos an den Start respektive um die Welt geschickt.

Das Ergebnis dieses sportlichen Parforceritts rund um den Globus ist fraglos beeindruckend. Für die Snowboarder-, Wingsuit-, Freeclimb- und selbstredend Surfsequenzen wurden Extremsportler wie der österreichische Snowboarder Mitch Tölderer engagiert, die an Originalschauplätzen auf allen Kontinenten teils unvorstellbare Leistungen vollbringen. Unter den zahlreichen Locations finden sich mit Hall in Tirol (hier als italienisches Bergdorf fungierend) und dem kärntnerischen Flattach auch gleich zwei heimische Orte. Dort lautet wie überall sonst das Motto: “In your face” – und zwar der Dreck, den die Stunts im weidlich ausgenützten 3D-Effekt aufwirbeln. Dies alles wirkt bisweilen wie ein langer Werbeclip, bei dem man als Kinozuschauer vergeblich nach dem Redbull-Logo sucht, und doch reißen die teils von den Sportlern während des Einsatzes selbst gefilmten Aufnahmen schlicht mit. Da heißt es dann einfach bequem zurücklehnen.

(APA)

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