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Pfeffer gegen Hunde in Wien gestreut: Tierschutzverein kritisiert Pfarrer

Pfeffer, wie er von einem Pfarrer in Simmering gestreut wurde, ist für Hunde gefährlich
Pfeffer, wie er von einem Pfarrer in Simmering gestreut wurde, ist für Hunde gefährlich ©Jörn Wiertz / pixelio.de
Ein Pfarrer aus Wien hat eine durchaus radikale Maßnahme ergriffen, um gegen unerwünschte "Hundstrümmerl" vorzugehen: Er streute Pfeffer aus, um die Tiere von einer Kirche fernzuhalten. Der Wiener Tierschutzverein war empört und suchte daraufhin das Gespräch mit dem Geistlichen.

Einem Augenzeugenbericht zufolge war der Pfarrer dabei beobachtet, wie er zwei Kilogramm Pfeffer auf dem Grünstreifen vor einer Kirche in Simmering verteilte, berichtete der Wiener Tierschutzverein am Mittwoch in einer Aussendung. Die Kritik der Tierschützetr: Dies ist äußerst gesundheitsschädlich für Hunde.

Pfarrer hatte ein Einsehen

In einem Gespräch verdeutlichte der Verein dem Mann die Folgen seines Tuns. Der Pfarrer habe daraufhin Einsicht gezeigt und versprochen, in Zukunft keinen Pfeffer mehr zu streuen, hieß es.

Nichtsdestotrotz wurde er von einem Anrainer bei der Polizei angezeigt, berichtete der Tierschutzverein. Der Verein wurde von Augenzeugen über den Vorfall informiert. Der Pfarrer streute das Gewürz, weil er mit Reden nicht zum gewünschten Erfolg gekommen sei, wie er dem Verein beim Treffen erklärte. Unklar ist, hieß es in der Aussendung, ob dem Pfarrer die Auswirkungen dieser Methode bewusst waren.

So schadet Pfeffer Hunden

Die Schärfe von Pfeffer in diesen Mengen könne zu schwersten Verätzungen im Rachenraum führen, warnten die Tierschützer. Wenn die Vierbeiner sich danach auch noch die Pfoten ablecken, komme die Schärfe in den Magen und könne dort zu weiteren inneren Verletzungen führen. Außerdem sei es in Österreich verboten, Tieren Nahrung oder Stoffe vorzusetzen, die zu Schmerzen, Leiden oder Schäden führen könnten, hieß es über das gefährdende Verhalten, das der Pfarrer an den Tag gelegt hatte.

(apa/red)

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