Parteihochburgen in Niederösterreich: Grüne im Wiener Umland stark

Die Grünen können bei der Landtagswahl besonders mit Stimmen aus dem Wiener Umland rechnen.
Die Grünen können bei der Landtagswahl besonders mit Stimmen aus dem Wiener Umland rechnen. - © APA/HERBERT PFARRHOFER
Die Landtagswahlen in Niederösterreich stehen vor der Tür und der Blick geht auf die Hochburgen der Parteien. Während ÖVP in Aderklaa 2013 ihr bestes Ergebnis einfuhren, sicherte sich die SPÖ Brand-Nagelberg. Die Grünen sind dagegen im Wiener Umland stark.

Für die Volkspartei lief es nach Aderklaa, einer Gemeinde mit rund 200 Einwohnern an der Grenze zu Wien, in Japons (Bezirk Horn) mit 81,41 und Schweiggers (Bezirk Zwettl) mit 80,68 Prozent am besten. Insgesamt wurden in fünf Gemeinden 80 Prozent und mehr erreicht. Den kräftigsten Zugewinn gab es für die ÖVP in Hirtenberg (Bezirk Baden) – mit einem Plus um 13,64 Prozentpunkte auf 35,78 Prozent.

Die Sozialdemokraten kamen in fünf Gemeinden auf eine absolute Mehrheit – neben Brand-Nagelberg auch in Ebenfurth (Bezirk Wiener Neustadt-Land) mit 54,70, Bärnkopf (Bezirk Zwettl) mit 54,02, Rabensburg (Bezirk Mistelbach) mit 53,15 und Klein-Neusiedl (Bezirk Bruck a.d. Leitha) mit 51,07 Prozent. Die größte Steigerung verzeichnete die SPÖ in St. Georgen am Reith (Bezirk Amstetten) mit 12,61 Prozentpunkten – im Gegensatz zum landesweiten Minus von 3,94 Prozentpunkten auf den historischen Tiefstand von 21,57 Prozent.

FPÖ punktete in Blindenmarkt

Die FPÖ erreichte 2013 nur in ihrer “Hochburg” Blindenmarkt – eine Mostviertler Gemeinde im Bezirk Melk – mehr als 20 Prozent, auf den Plätzen folgten Dietmanns (Bezirk Waidhofen a.d. Thaya) mit 19,28 und St. Corona am Wechsel (Bezirk Neunkirchen) mit 18,01 Prozent. Das deutlichste Plus wurde in Pernegg (Bezirk Horn) mit 7,78 Prozentpunkten eingefahren.

Grünen in Tulln, Klosterneuburg und Laab am Walde stark

In Mödling schafften die Grünen 19,58 Prozent, in Klosterneuburg (jetzt Bezirk Tulln, 2013 im aufgelösten Bezirk Wien-Umgebung) 18,89 und in Laab am Walde (Bezirk Mödling) 18,77 Prozent. Den höchsten Gewinn verzeichnete die Partei in Mannsdorf a.d. Donau (Bezirk Gänserndorf) mit plus 5,60 Prozentpunkten auf 6,02 Prozent.

Die NEOS treten heuer das erste Mal bei der Landtagswahl in Niederösterreich an. Bei der Nationalratswahl im Oktober 2017 schnitten die Pinken ebenso wie die Grünen rund um Wien besonders gut ab, am besten im Bezirk Mödling – allen voran Gaaden mit 12,42 Prozent – und in Klosterneuburg. In vier Gemeinden übersprang die Partei die Zehn-Prozent-Marke.

Liste Frank kandidiert nicht mehr

Die Liste Frank kandidiert heuer nicht mehr bei der Landtagswahl. Das beste Ergebnis erzielte die Partei mit 25,53 Prozent in Oberwaltersdorf (Bezirk Baden), der Heimatgemeinde des Spitzenkandidaten Frank Stronach. Ebenfalls gut lief es in Ebreichsdorf, wo Stronachs Magna Racino angesiedelt ist, mit 21,43 Prozent.

Den geringsten Wert verzeichnete die Volkspartei, die auf Landesebene mit 50,79 Prozent trotz Verlusten die absolute Mehrheit halten konnte, mit 21,22 Prozent in Golling an der Erlauf (Bezirk Melk), wo die SPÖ die absolute Mehrheit nur knapp verpasste. Die Sozialdemokraten kamen in der ÖVP-“Hochburg” Aderklaa nur auf 2,52 Prozent. Die FPÖ verbuchte in St. Georgen am Reith, wo die SPÖ am deutlichsten zulegte, lediglich 2,16 Prozent. Für die Grünen bedeuteten 0,77 Prozent in Schwarzenbach (Bezirk Neustadt-Land) im Jahr 2013 das schlechteste Ergebnis.

>> Hier gibt’s alle Infos zur Landtagswahl in Niederösterreich

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