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Parlamentseinbruch: Polizei hat Täter im Palais Epstein "knapp verpasst"

Ort des Einbruchs: Palais Epstein, ein Nebengebäude des Parlaments
Ort des Einbruchs: Palais Epstein, ein Nebengebäude des Parlaments ©APA
Die Wiener Polizei hat die Einbrecher im Palais Epstein in der Nacht auf Sonntag nur "knapp verpasst", das berichtete Parlamentsdirektor Harald Dossi am Montag bei einer Pressekonferenz. Eingestiegen waren die vermutlich drei bis vier Personen über das Dach.
Tatort Palais Epstein
Einbruch: Polizei ermittelt
Der Parlamentseinbruch

Die Flucht ergriffen sie dann durch ein Fenster im Erdgeschoß. Dazwischen wühlten sie sich von Dachgeschoß bis ersten Stock durch Büros.

Zugang über Nebengebäude im Palais Epstein

Der Zugang gelang offenbar über ein Nebengebäude, so Dossi zu ersten Ermittlungsergebnissen. Der Alarm wurde gegen zwei Uhr morgens ausgelöst, ging an die Sicherheitszentrale, die wiederum habe gemäß Alarmplan die Polizei verständigt. Die Einsatzkräfte seien “in kurzer Frist eingetroffen” – aber doch zu spät. Man geht davon aus, dass sich die Täter doch deutlich mehr als zehn Minuten in der renommierten Nebenstelle des Parlaments aufhielten.

Sachschaden bei Parlamentseinbruch

Dies nicht zuletzt, weil sie Zeit hatten, “beträchtlichen” Sachschaden anzurichten. Türen wurden beschädigt, Schränke aufgebrochen und durchwühlt, auch Arbeitsgeräte wie Computer nicht verschont. Vom Atelier der Parlamentssanierer über Klubräumlichkeiten von SPÖ und ÖVP sowie der Parlamentsdirektion selbst reichen die betroffenen Büros. Nur die Demokratiewerkstatt im Erdgeschoß blieb verschont. Einen endgültigen Überblick, ob etwas gestohlen wurde, werde man spätestens Dienstag haben, hoffte Dossi.

Video-Aufnahmen der Verdächtigen

Immerhin gibt es Außen-Videoaufnahmen der Verdächtigen, wenn auch angesichts der nächtlichen Stunde entsprechend finstere. Dieses Filmmaterial lasse die Polizei auf eine Täterzahl von drei bis vier Personen schließen, berichtete der Parlamentsdirektor. Die Einbrecher hätten “Kapuzen” getragen.

Frage nach den Sicherheitsvorkehrungen

Ob die Sicherheitsvorkehrungen angesichts dieses Vorfalls wirklich ausreichend waren, werde man prüfen, kündigte Dossi an. Man müsse sich natürlich die Frage stellen, ob die bisherigen Maßnahmen das “Optimum” seien, räumte er ein. Daher soll es eine “Gesamtevaluation” gemeinsam mit der Polizei geben.

(apa/red)

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