Pariser Bistrots sollen Weltkulturerbe werden

Sie stehen für Genuss und Lebensart und gelten als Künstler-Treffpunkt: Nun sollen die Pariser Bistrots auch Weltkulturerbe werden, wie eine Gruppe französischer Gastronomen und Schauspieler am Montag mitteilte. Die Bistrots und Terrassen von Paris seien “familiäre Orte und stehen für eine echte Volkskultur”, heißt es in dem Antrag, der dem französischen Kulturministerium übergeben werden soll.

Die Unterstützer hoffen, dass die UNO-Kulturorganisation UNESCO die Bistrots in ihre Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufnimmt. Präsident Emmanuel Macron hatte im Jänner bereits angekündigt, sich für die Aufnahme des berühmten Stangenweißbrots Baguette auf die Liste einzusetzen.

Die Petition wird von bekannten Schauspielern wie Pierre Arditi und Yolande Moreau unterstützt. Darin heißt es, die Bistrot-Kultur sei durch drastisch steigende Immobilienpreise in der Hauptstadt bedroht.

Die Gastronomen verweisen zudem auf die Anschläge vom November 2015 mit 130 Toten, bei denen Islamisten ein Blutbad vor mehreren beliebten Cafes und Bistrots anrichteten. “Danach sind die Pariser auf die Terrassen geströmt und haben sie zum Symbol für Lebensart, Braukunst und Freiheit gemacht”, heißt es in dem Antrag.

(APA/ag.)

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