Papst warnt vor Gleichgültigkeit gegenüber Armut

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Franziskus selbst hat den "Welttag der Armen" eingeführt
Franziskus selbst hat den "Welttag der Armen" eingeführt - © APA (AFP)
Bei seiner Predigt am ersten Welttag der Armen hat der Papst am Sonntag vor Gleichgültigkeit gegenüber Armut gewarnt. “Gleichgültigkeit besteht darin zu sagen: Das betrifft mich nicht, das geht mich nichts an, da ist die Gesellschaft schuld”, so der Papst. Jeder Mensch sei im Grund ein “Bettler”.

“Den Armen zu lieben heißt, gegen alle Armut zu kämpfen, sowohl gegen die geistigen als auch gegen die materiellen Nöte”, sagte der Papst vor den auf dem Petersplatz versammelten Gläubigen. “Wir sind alle Bettler der Liebe Gottes, der uns den Sinn des Lebens und ein Leben ohne Ende schenkt. Deswegen strecken wir ihm auch heute unsere Hand entgegen, um seine Gaben zu empfangen”, sagte der Heilige Vater.

“Welttag der Armen”

Papst Franziskus hat den Sonntag vor dem Christkönigsfest (19. November) zum “Welttag der Armen” bestimmt. Auch Österreichs römisch-katholische Diözesen beteiligen sich an der Aktion. So hat die Bischofskonferenz eine landesweite Durchführung der “Elisabeth-Sammlung” zugunsten von Armutsbetroffenen im Inland angekündigt.

Der Papst hatte den Welttag der Armen mit seinem Apostolischen Schreiben “Misericordia et misera” vor einem Jahr eingeführt. Dieser Tag wird am 33. Sonntag im Jahreskreis gefeiert, so der Papst. Arme sollten “den respektvollen und aufmerksamen Blick” ihrer Mitmenschen auf sich spüren, hieß es im Schreiben. “Wir sind aufgerufen, eine Kultur der Barmherzigkeit wachsen zu lassen, die darauf gründet, die Begegnung mit den anderen wiederzuentdecken”, schrieb der Papst.

(APA)

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