Papst verabschiedete sich von den Gläubigen

Von Verein Jahrgang 1937 Weiler
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Benedikt XVI. hat sich bei seinem letzten Angelusgebet vor den Tausenden auf dem Petersplatz versammelten Gläubigen verabschiedet. Der Papst, der am Donnerstag seinen Rücktritt einreichen wird, dankte den Pilgern, die ihm lange applaudierten, für die Nähe und die Liebe. Indes sorgen Gerüchte für Aufsehen, der Rücktritt könnte mit einem Netzwerk aus Sex und Korruption im Vatikan zu tun haben.

“Im Gebet bleiben wir verbunden”, sagte der Papst den Pilgern am Petersplatz. Er werde sich auch künftig verstärkt Gebet und Meditation widmen. “Dies bedeutet aber nicht, dass ich die Kirche verlassen werde”, erklärte der Papst. Im Gegenteil: “Ich möchte ihr weiterhin mit derselben Hingabe und Liebe wie bisher dienen, aber auf eine meinem Alter und meinen Kräften angemessenere Weise”, sagte der Heilige Vater. Das Interesses für das letzte Angelus-Gebet des Papstes war enorm. Zehntausende Menschen jubelten dem scheidenden Pontifex zu.

Mit einem starken Pilgeransturm ist auch bei der letzten Generalaudienz des Papstes am Mittwoch zu rechnen. An diesem Tag werden Persönlichkeiten aus der ganzen Welt erwartet, die sich von Benedikt verabschieden wollen. Benedikt XVI. hatte am 11. Februar überraschend seinen Rücktritt zum 28. Februar angekündigt und den Schritt mit gesundheitlichen Beschwerden begründet.

Der Vatikan warnte indes am Samstag vor einer Beeinflussung des Konklaves durch Falschmeldungen und Gerüchte. Nach den Spekulationen um gestohlene Dokumente, Sex und Korruption kritisierte der Vatikan die Medien und wehrte sich gegen Gerüchte. Die italienische Tageszeitung “La Repubblica” hatte am Donnerstag berichtet, der Rücktritt des Papsts könne mit einem geheimen Schwulennetzwerk im Vatikan zu tun haben, das Kardinäle wegen ihrer “sexuellen Orientierung” durch Laien erpressbar mache.

Zudem wurde am Sonntag bekannt, dass mehrere Priester angeblich schwere Vorwürfe gegen den ranghöchsten Geistlichen der katholischen Kirche in Großbritannien erheben. Der schottische Kardinal Keith O’Brien, Erzbischof von Edinburgh und Saint Andrews, habe bei diversen nächtlichen Aktivitäten “unangemessenes Verhalten” an den Tag gelegt, berichtete die Sonntagszeitung “The Observer” über eine angebliche Beschwerde an den Vatikan. Demnach geht es um Vorkommnisse vor 33 Jahren, die drei amtierende und ein ehemaliger Priester vor der Rücktrittsankündigung von Papst Benedikt XVI. gemeldet hätten.

 

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