Mehr als 1.500 Verletzte bei Massenpanik in Turin

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Bei einer Massenpanik in Turin beim Public Viewing während des Champions-League-Finals zwischen Juventus Turin und Real Madrid (1:4) sind laut offiziellen Angaben mehr als 1.527 Personen verletzt worden. Darunter seien drei Schwerverletzte, teilte die Präfektur in Turin am Sonntag mit. Ein Grund für das Unglück sei die Angst vor einem Terroranschlag gewesen.

Auf dem mit rund 30.000 Menschen gefüllten zentralen Platz San Carlo war es am Samstagabend zu einer Massenpanik gekommen. Auslöser war vermutlich ein Knallkörper oder eine umgefallene Absperrung. Es gebe keine Anhaltspunkte, dass man von etwas anderem als Panik als Grund für das Unglück ausgehen könne.

Medien berichteten von umgefallenen Absperrgittern und Menschen, die “Bombe” gerufen hätten. Augenzeugen sprachen von vollkommener Planlosigkeit und versperrten Fluchtwegen. Die meisten Verletzten hätten Schnittwunden erlitten, erklärte ein Arzt vor Ort der Turiner Zeitung “La Stampa”. Der gesamte Platz war mit Glasscherben und Schuhen übersät. Auf Fotos sah man Menschen, die sich auf ein Kioskdach geflüchtet hatten.

Erschütterung in Turin

“Ich bin erschüttert von dem, was gestern auf dem Platz San Carlo passiert ist und stehe den betroffenen Menschen nahe”, schrieb Turins Bürgermeisterin Chiara Appendino auf Twitter. Es wurden Vorwürfe an die Organisatoren der Veranstaltung laut – zum Beispiel, warum Knallkörper und Glasflaschen auf dem Platz zugelassen waren oder warum es keine besseren Kontrollen gab. Der Präsident von Juventus Turin, Andrea Agnelli, drückte den Verletzten seine Solidarität aus.

(APA/dpa)

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