ORF zieht positive Ökobilanz nach dem 60. Song Contest in Wien

Nach dem Song Contest zieht der ORF eine positive Bilanz
Nach dem Song Contest zieht der ORF eine positive Bilanz - © ORF
Knapp zwei Monate nachdem der 60. Eurovision Song Contest in Wien über die Bühne ging, hat der ORF hat nun eine positive Ökobilanz von dem Großevent gezogen. Es sei selbstverständlich gewesen, den ESC “erstmals in seiner 60-jährigen Geschichte als Green Event auszutragen”, so ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz am Mittwoch in einer Aussendung.

Dazu wurde nun auch ein 54 Seiten starker Nachhaltigkeitsbericht angefertigt, der online abrufbar ist und neben der Dokumentation der gesetzten Maßnahmen auch Empfehlungen für zukünftige Events beinhaltet.

ESC als Green Event

Wesentliche Punkte rund um die Austragung des Gesangswettbewerbs, bei dem der Schwede Mans Zelmerlöw mit “Heroes” als Sieger hervorging, seien Themen wie Klimaschutz und Ressourcenschonung, regionale und nachhaltige Produkte, Barrierefreiheit und Inklusion gewesen. “Uns ist es gelungen, Österreich als Land zu präsentieren, das nachhaltig mit seinen Ressourcen umgeht, und gleichzeitig einen neuen Standard für künftige Großevents zu setzen. Mein Dank gilt allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben”, so Wrabetz.

Ökobilanz nach Song Contest positiv

Für die Ökobilanz von besonderer Bedeutung sei der Austragungsort selbst und dessen gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln gewesen: 85 Prozent der Gäste hätten dementsprechend diese zur Anreise genutzt. Mit dem Mehrwegbechersystem der Stadt Wien seien darüber hinaus 500.000 Einwegbecher eingespart worden. In Summe wurden für den ESC in der Wiener Stadthalle 862 Megawattstunden an elektrischer Energie verbraucht – laut Aussendung “deutlich weniger, als für einen Event dieser Größenordnung zu erwarten war”.

Von den eingesetzten Materialien – es waren insgesamt 3.500 Tonnen – landeten nur 26 Tonnen im Restmüll, rund 96 Tonnen an Wertstoffen wurden getrennt gesammelt und recycelt. “Aufgrund der getrennten Sammlung und Verwertung von Altstoffen und Abfällen wurden 203 Tonnen CO2-Äquivalente an Emissionen eingespart”, hielt Werner Knausz, Vorstand der Altstoff Recycling Austria AG (ARA), fest.

ORF zieht Bilanz

Dass die Ausrichtung als Green Event auch beim Publikum Anklang fand, bestätigt eine vom ORF beim Marktforschungsinstitut Integral beauftragte Studie. Von 1.000 Befragten bewerteten 83 Prozent diese Umsetzung als gut bis sehr gut, beim Thema Barrierefreiheit lag der Wert bei 94 Prozent. Auch die Stadt Wien betonte am Mittwoch neuerlich den großen Erfolg der Veranstaltung. Herangezogen wurde dafür die ausländische Online-Berichterstattung: Im Zeitraum von 1. Mai bis 14. Juni seien demnach in 116 Ländern 35.822 Online-Artikel erschienen. In der Studie wird von einem Werbewert von mehreren hundert Millionen Euro gesprochen.

Der Nachhaltigkeitsbericht zum Song Contest ist hier abrufbar.

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(apa/red)

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