ORF-Umbau: IG Funkhaus will Fläche für Ö1 und FM4 kaufen

Ungewisse Zukunft für das ORF-Funkhaus.
Ungewisse Zukunft für das ORF-Funkhaus. - © APA
Die IG Funkhaus Wien kämpft weiter um den Verbleib der ORF-Radiosender Ö1 und FM4 in der Argentinierstraße. Nun will die Initiative die betreffende Fläche direkt erwerben und dann an den ORF vermieten.

Mit der Rhomberg-Gruppe, die den Zuschlag für die Liegenschaft in Wien-Wieden erhielt, habe man sich darauf bereits geeinigt, sagte IG-Geschäftsführer Christoph Robol.

Es geht um 5.000 Quadratmeter, die Rhomberg zu einem “sehr günstigen Preis” überlassen würde. Konkrete Zahl nennt er keine, sagt aber, es handle sich um einen “hohen einstelligen Millionen-Betrag”. Die IG wiederum könnte als nicht gewinnorientiertes Unternehmen dem ORF die Fläche langfristig und “extrem günstig” vermieten. Das Geld für den Kauf will man auch mit einer Crowdfunding-Kampagne zusammenbringen, die in den nächsten Tagen starten soll. Robol ist optimistisch, denn das bisherige Feedback sei sehr positiv.

Neuer Newsroom am Küniglberg in Wien-Hietzing

Mehr als offen ist freilich, ob der ORF dieses Angebot annehmen würde. Schließlich soll am Küniglberg in Wien-Hietzing ein integrierter Newsroom für alle Medien bzw. Channels des Öffentlich-Rechtlichen entstehen. Einzig Radio Wien wird im Funkhaus bleiben. Robol allerdings ist zuversichtlich, dass man sich “mit dem ORF an einen Tisch setzen” und die Optionen besprechen kann. “Ich glaube, wir könnten ein interessanter Gesprächspartner sein.”

Sollte es nichts werden mit dem ORF-Deal, hat die IG aber auch andere Ideen für potenzielle Mieter. “Wir sind laufend und schon seit langem mit kulturellen, sozialen und Bildungsinstitutionen in Gesprächen. Die könnten natürlich auch zu Sonderkonditionen Platz bekommen.”

Verkauf des ORF-Funkhauses

Der Verkauf des Funkhauses an das Vorarlberger Rhomberg-Unternehmen wurde im Juni vom ORF-Stiftungsrat beschlossen. Der ORF zieht sich aber nicht gänzlich aus der Liegenschaft zurück. Der sogenannte “Kulturtrakt” mit Sendesaal, Studios und dem mittigen “Peichl-Trakt” gehören ihm weiterhin. Somit verfügt man auch in Zukunft über das “RadioKulturhaus” sowie die großen Radiostudios und das Hörspielstudio. Der “Peichl-Trakt” soll als “Hauptstadtstudio” – Landesstudio Wien und ein Stadtstudio für zentrumsnahe Produktionen – genutzt werden.

Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

(APA)

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