Opfer eines Internetbetrugs wird selbst zum Betrüger

Opfer eines Internetbetrugs wird selbst zum Betrüger
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Auf einen Trick von Internetbetrügern ist eine in Wien lebende Philippinin reingefallen. Per E-Mail wurde sie verständigt, dass sie Geld im Lotto gewonnen hätte, zuvor müsse sie aber 5.000 Dollar an Gebühren überweisen. Nun wurde sie selbst wegen schweren Betrugs angezeigt, weil sie das geforderte Geld mit gefälschten Schecks beheben wollte.

Aufgeflogen ist die 50-Jährige am vergangenen Samstag, als sie in der Innenstadt bei einer Wechselstube am Stock-im-Eisen-Platz zwei Traveller-Schecks einlöste.

Eine aufmerksame Angestellte schöpfte Verdacht, dass es sich bei den Traveller-Schecks um gefälschte Zahlungsanweisungen handeln könnte, und verständigte die Polizei. Tage zuvor löste die verdächtige Frau auch in einer Filiale in der Kärntner Straße gefälschte Schecks ein.

Bei der Einvernahme gab die 50-Jährige an, dass sie per E-Mail über einen Lottogewinn verständigt wurde und 5.000 US-Dollar (3.549 Euro) überweisen hätte sollen, damit ihr der Gewinn ausbezahlt werden könne. Nachdem sie kein Geld besaß, sollte sie durch das Einlösen von diversen Schecks und anschließendem Geldtransfer die Gebühren abbezahlen. Per Post wurden der Frau aus Hongkong Schecks geschickt mit der Anweisung auf einen guten Kurs zu warten. Insgesamt hat die Frau so mehr als 8.000 Dollar (5.678 Euro) eingelöst und überwiesen.

Der Mailverkehr und die gefälschten Schecks wurden sichergestellt. Die Beschuldigte auf freiem Fuß angezeigt.

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