Opernball 2017: Große Eröffnung von Trauer überschattet

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Das war die Eröffnung des Wiener Opernballs 2017.
Das war die Eröffnung des Wiener Opernballs 2017. - © APA
Der 61. Wiener Opernball wurde am Donnerstagabend vom Ableben von Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser überschattet. “Sie würde es schätzen, wenn Sie sich heute amüsieren, im Gedenken an eine große Frau”, sagte Bundeskanzler Christian Kern vor der Trauerminute.

Bundeskanzler Christian Kern sprach von einem großen Tag der Trauer. Mit “Sabine Oberhauser verlieren wir einen großartigen Menschen”, sagte Kern mit Tränen in den Auge und bat um eine Trauerminute.

Trauer um Sabine Oberhauser am Wiener Opernball

Sie würde es schätzen, wenn Sie sich heute amüsieren, im Gedenken an eine große Frau”, sagte der Bundeskanzler von der Mittelloge aus vor der Eröffnung zu den Ballgästen. Tief betroffen äußerte sich zuvor auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen. “Meine Gedanken sind bei Sabine Oberhauser”, sagte Van der Bellen. Das Ableben der 53-Jährigen gehe ihm “sehr nahe”, sagte der Bundespräsident in einem emotionalen Statement.

Zahlreiche Politiker vermieden den Gang über den Roten Teppich. Sämtliche SPÖ-Politiker kündigten bereits im Vorfeld an, gleich nach der Eröffnung den Ball wieder zu verlassen. Nicht lange bleiben wollten auch die Mitglieder der ÖVP, sie hatten teilweise aber Staatsgäste geladen.

Die künstlerische Eröffnung des Balls

Die künstlerische Eröffnung des Balls startete mit der obligaten Fanfare von Karl Rosner, gefolgt mit der Bundes- und Europahymne. Das Jungdamen und Jungherren-Komitee – darunter “Miss Austria” Dragana Stankovic und “Mister Austria” Philipp Rafetseder – zog zur “Polonaise” aus der Oper “Eugen Onegin” von Pjotr Iljitsch Tschaikowski ein. Stardesigner Karl Lagerfeld hat heuer die Tiara der Debütantinnen entworfen. Die Jungdamen trugen heuer keine Blumensträuße, dafür hatten die Jungherren eine silberne Rose in der linken Hand.

Dann stand ein erster künstlerischer Höhepunkt auf dem Programm. Das Ballett der Wiener Staatsoper zeigte den von Lukas Gaudernak choreografierten Walzer “Künstlerleben”. Die Kostüme für die Compagnie sowie der Ballettakademie waren übrigens beim 61. Opernball erstmals eine eigene Kreationen aus einem Guss – und zwar von Christof Cremer. Zuvor bediente man sich am reichhaltigen Fundus.

Speranza Scappucci als erste Dirigentin am Opernball

Zum ersten Mal dirigierte mit der Italienerin Speranza Scappucci eine Frau das Wiener Staatsopernorchester. Nach der weltberühmten Ouvertüre zu “Carmen” von Georges Bizet kam das absolute Highlight des Abends. Der stimmgewaltige Startenor Jonas Kaufmann schmetterte “La fleur que tu m’ avais jetee” aus “Carmen” sowie “Dein ist mein ganzes Herz” aus “Das Land des Lächelns” von Franz Lehar durch den Ballsaal. Scappucci und Kaufmann ernteten tosenden Applaus.

Die 144 Debütanten hatten heuer unter der Leitung von Ballprofi Roman Svabek die “sehr liebliche und beschwingte” Polka “Künstler-Gruss” von Josef Strauß einstudiert. Dabei bildeten die Debütanten kleine Rosen-Formierungen. Am Ende überreichten die Herren den Damen schließlich in Anspielung auf die Oper “Der Rosenkavalier” die silberne Rose. Mit “An der schönen blauen Donau” von Johann Strauß Sohn schlossen die Debütanten ihren Auftritt ab. Nach einem gemeinsamen “Alles Walzer” war das Parkett schließlich auch für das Publikum freigegeben.

Goldie Hawn, Gina-Lisa und Co.: Die Promis

Am Ball nahmen zahlreiche Prominente teil. Richard Lugner kam mit Schauspielerin Goldie Hawn über den Seiteneingang. Die Dschungelcamper Gina-Lisa Lohfink und Florian Wess freuten vor allem auf kulinarische Genüsse. Nach Truthahnhoden, Kamellippe und Maden im australischen Busch wollten sie am Ball Schnecken kosten, die es heuer erstmals gibt. “Ich bin froh, hier zu sein, aber ich war auch froh, im Dschungel zu sein”, sagte Lohfink am Roten Teppich.

(APA/Red)

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