OÖ-Wahl: SPÖ beging bescheidenen Wahlkampf-Endspurt

Trüber Wahlkampfabschluss der SPÖ in OÖ.
Trüber Wahlkampfabschluss der SPÖ in OÖ. - © APA
Die SPÖ Oberösterreich beging ihren Wahlkampfabschluss in Wels vor rund 500 Funktionären und Sympathisanten.

In Anbetracht dieser vorhergesagten Aussichten für den Ausgang der Landtagswahl am Sonntag hat Spitzenkandidat “Reini” Reinhold Entholzer, alles gegeben, um beim “Fest für alle” im Volksgarten die Genossen zum Endspurt anzufeuern.

Trüber Wahlkampfabschluss der SPÖ in OÖ

So erklärte der Landesparteichef den Wahlkampf in Wels vor rund 500 Funktionären und Sympathisanten nicht für beendet, sondern eröffnete den “Wahlauftakt für die letzten 48 Stunden”. Jeder müsse jetzt noch laufen und den Oberösterreichern ins Gewissen reden, am Sonntag seine Stimme der SPÖ zu geben. Denn “wer nicht wählen geht, wählt blau”, lautete seine eindringliche Warnung vor dem Konkurrenten, der FPÖ, die nur “Hetze” betreibe. Mit den Freiheitlichen würden “wir ein Land bekommen, in dem die Angst regiert”. Was mit der FPÖ drohe, zitierte er aus dem vom blauen Landesrat Manfred Haimbuchner verfassten Buch “Mut zur Wahrheit”: “Erhöhung des Pensionsantrittsalters, Kürzung der Pensionen, Privatisierung der Gesundheitsvorsorge, Abschaffung der Arbeiterkammer”. Die SPÖ wolle hingegen Wohnungen errichten, Kinderbetreuungsplätze ausbauen und in den öffentlichen Verkehr investieren.

Zweiter Platz soll gehalten werden

Daher gab sich Entholzer überzeugt, den zweiten Platz nach der Wahl in Oberösterreich nicht an die FPÖ abgeben zu müssen. “Ich bin mir 100 Prozent sicher, wir sind unschlagbar in unseren Werten und unseren Herzen.” Sozial, sicher, gerecht, diese drei Schlagworte haben den Wahlkampf der Roten bestimmt. Dass es nicht einfach war, angesichts der Flüchtlingskrise mit diesen Themen beim Wähler durchzukommen, leugnete der Spitzenkandidat nicht: “Wir haben es nicht leicht gehabt.” Aber am Sonntag gehe es darum, die Weichen in Oberösterreich für die nächsten sechs Jahre zu stellen und nicht um eine Abstimmung darüber, wie viele Flüchtlinge Österreich aufnehmen soll, appellierte er zum Schluss.

Danach machte sich der Spitzenkandidat auf den Weg nach Linz, um an der Solidaritätskundgebung für Flüchtlinge, die das Bündnis “Linz gegen Rechts” organisierte, teilzunehmen. Wegen des Fackelzugs hatten die Landespartei ihre Abschlussveranstaltung nach Wels verlegt. Dort kämpfen die Roten am Sonntag auch um den Erhalt des Bürgermeisteramts. Am 27. September werden in Oberösterreich neben dem Landtag 442 Gemeinderäte und Bürgermeister neu gewählt.

(APA)

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