OÖ: NEOS-Kandidatin Nina Spale ist untergetaucht

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OÖ-Wahl - Aufregung um FP-Kandidaten mit Bürgerwehr
OÖ-Wahl - Aufregung um FP-Kandidaten mit Bürgerwehr - © APA (Sujet)
Nina Spale, die Bürgermeisterkandidatin der NEOS im oberösterreichischen Garsten ist untergetaucht. Die dreifache Mutter wird von einem Stalker verfolgt, der ihr in E-Mails u.a. klargemacht hatte, dass er ihre Familie beobachte.

Auch zwei weitere Personen der NEOS sind betroffen. Die Landespartei bestätigte am Dienstag, den 22. September einen entsprechenden Artikel der Gratiszeitung “Heute”.

Nina Spale von Stalker verfolgt

Wie bereits die “Oberösterreichischen Nachrichten” am Montag berichtet hatten, werden drei NEOS-Kandidaten in der Gemeinde offenbar von einem Stalker verfolgt. Neben Spale sind auch deren Lebensgefährte Andreas Gabauer sowie Robert Wührer betroffen. Sie wurden von dem Unbekannten nicht nur aufgefordert sich “zu schleichen”, sondern auch als “Nazis” beschimpft – vielleicht weil Wührer eine Glatze trägt. Spale versetzte der anonyme Schreiber zudem mit Sätzen wie “Deine Kinder haben heute bis fünf Uhr im Garten gespielt” in Aufregung.

NEOS-Kandidatin untergetaucht

Rechtlich ist es nicht möglich, die Kandidatur zurückzuziehen. Zudem wurden die Pinken vom Mitbewerb bestärkt, weiterzumachen. Spale teilte daher am Dienstag mit , sie werde ihr Mandat annehmen, sollte sie eines bekommen. Dennoch verzichten die NEOS in Garsten vorerst auf Wahlwerbung. Bis Sonntag will die Mutter dreier Kinder im Alter von einem, vier und acht Jahren auf Tauchstation bleiben.

“Es geht uns den Umständen entsprechend gut”, ließ Spale via Landespartei ausrichten. “Wir fühlen uns durch die Solidarität in der Gemeinde bestärkt und werden uns durch die vergangenen Einschüchterungen nicht von unserer politischen Arbeit abhalten lassen.” Sie habe keinen Verdacht, wer hinter den Mails stecken könnte.

Stalker drohte NEOS-Kandidatin

“Es ist niederträchtig, mit Drohungen gegen Kinder jemanden mundtot machen zu wollen”, reagierte NEOS-Landessprecherin Judith Raab auf die Vorfälle. “Wenn man bei uns gegen das System der Gewohnheitsparteien auftritt, muss man offensichtlich mit Einigem rechnen.”

Die Polizei bestätigte, dass es eine Anzeige gebe und Ermittlungen geführt werden. Sie gestalten sich allerdings schwierig, weil der Verfasser seine Mails offenbar über einen Server in Tschechien verschickt. Laut “OÖN” wurde auch eine Mail-Adresse der ÖVP Steyr-Land dafür gekapert. Der schwarze Bezirksgeschäftsführer erstattete daraufhin ebenfalls Anzeige.

>> Die Meldungen zu den Wahlen in Oberösterreich

(APA)

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