Offenbar weiterer Anschlag in Uganda verhindert

In Uganda ist nach dem fürchterlichen Blutbad, das islamische Extremisten während der Übertragung des WM-Finales unter Fußballfans angerichtet haben, offenbar ein weiterer Anschlag gerade noch rechtzeitig verhindert worden.

In einem Tanzclub in der Hauptstadt Kampala fanden die Ermittler eine noch nicht explodierte Sprengstoffweste, die mit Metallteilen gespickt war, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Vier Ausländer wurden als Verdächtige festgenommen. Der Sprengsatz stimme mit dem überein, was man an den beiden Tatorten vom Sonntag, einem äthiopischen Restaurant und einem Sport-Club, gefunden habe, sagte Polizeidirektor Kale Kayihura. “Das ist eine sehr wichtige Spur.”

Die Zahl der Toten stieg unterdessen auf 76. Rund achtzig weitere Personen wurden verletzt. Die Sprengsätze explodierten während der Übertragung des WM-Finales am Sonntagabend. Zu den Anschlägen bekannte sich die somalische Islamisten-Organisation Al-Shabaab, die in der vergangenen Woche den “Völkern von Uganda und Burundi”, deren Staaten die Hauptkontingente der AU-Friedenstruppe in Somalia (AMISOM) stellen, mit Anschlägen gedroht und zur “Vertreibung der Feinde Allahs” aufgerufen hatte. In der Hauptstadt Ugandas findet in Kürze das Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) statt.

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