Österreichs UNO-Jugenddelegierte warnt vor Populismus

Die neue UNO-Jugenddelegierte für Österreich ist am Dienstag für eine stärkere Beteiligung von Jugendlichen an Entscheidungsprozessen eingetreten. Es sei nicht haltbar, dass die Stimme junger Menschen zu Entscheidungen, die diese betreffen, nicht gehört werde, sagte die 20-jährige Anna Holzhacker vor dem Dritten Komitee der UNO-Vollversammlung in New York.

Es genüge nicht, über junge Menschen zu sprechen, sondern man müsse das mit ihnen tun – um die Zukunft zu verändern, betonte die aus Wels stammende Oberösterreicherin. Ohne die notwendigen Kenntnisse seien Jugendliche jedoch nicht handlungsfähig. Politische Bildung sei deswegen entscheidend für das Demokratieverständnis, insbesondere zu einer Zeit, da der Populismus weltweit rasant um sich greife.

Holzhacker verwies in diesem Zusammenhang auf das Brexit-Votum in Großbritannien und die Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten. Diese Entscheidungen hätten klar gemacht, welchen Einfluss die Stimmen und Ansichten junger Menschen haben können.

Abschließend rief die Jugenddelegierte ihre Altersgenossen in aller Welt dazu auf, selbstständig au handeln, am politischen Leben teilzunehmen und mit jungen Menschen in der ganzen Welt zu kooperieren. Holzhacker: “Wenn wir mit einer Stimme sprechen, verschaffen wir uns Gehör.”

Holzhacker war im Juni von der Bundesjugendvertretung (BJV) zur Jugenddelegierten bestimmt worden. Die BJV setzt sich als gesetzliche Interessensvertretung aller Kinder und Jugendlichen für mehr Mitbestimmung von jungen Menschen ein. Das Dritte Komitee der Vollversammlung ist zuständig für soziale, humanitäre und kulturelle Angelegenheiten.

(APA)

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