Österreichs Nationalteam nach 2:2 gegen Wales mit frischem Selbstvertrauen

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Das ÖFB-Team lieferte ein solides Spiel gegen Wales.
Das ÖFB-Team lieferte ein solides Spiel gegen Wales. - © AFP/Joe Klamar
Einem Schub an Selbstvertrauen nehmen Österreichs Teamspieler nach dem 2:2 am Donnerstag in der WM-Qualifikation gegen Wales mit. Man habe “Moral” für das am Sonntag anstehende Auswärtsspiel gegen Serbien getankt und eine deutliche Steigerung im Vergleich zum 2:1 vor einem Monat in Georgien hingelegt

Kapitän Julian Baumgartlinger sprach von einem gewonnenen Punkt gegen Gareth Bale und Co.

“Weil wir zweimal nach einem Rückstand zurückgekommen sind, der sehr wehgetan hat und nicht in der Luft gelegen ist. Wir haben da bewiesen, dass viel Mentalität, viel Leidenschaft, aber auch viel Power da war.” Schlussendlich sei man dem Sieg näher als der Gegner gewesen.

Spiel gegen Wales “Schritt in die richtige Richtung”

Nach dem durchwachsenen Auftritt in Georgien sah Baumgartlinger den Auftritt gegen Wales als “deutlichen Schritt in die richtige Richtung”, und zwar in mehrfacher Hinsicht. “Mit dem Ball haben wir immer versucht, uns durchzuspielen. Aber auch gegen den Ball und in der Umschaltbewegung nach Ballverlusten war es sehr, sehr gut und auch entscheidend, dass wir zurückgekommen und nicht mehr in Rückstand geraten sind.”

Einen noch früheren Rückstand verhinderte Goalie Robert Almer mit einer Glanzparade bei einem Bale-Kopfball. “Ansonsten war es eigentlich relativ wenig von Walisern nach vorne”, sagte der wegen Wadenproblemen ausgetauschte Steirer.

Beim zweiten Gegentor fühlte sich der Austria-Keeper an den Treffer zum 0:1 gegen Island bei der EM erinnert, der ebenfalls aus einem Einwurf entstand. “Das muss man analysieren und schauen, wie man es besser verteidigen kann.” Dennoch ortete Almer einen Aufwärtstrend, “auch wenn es nur ein Punkt geworden ist”.

Nationalteam verortet “solide” Leistung

Marcel Sabitzer trauerte genauso einem möglichen Sieg nach. “Wir haben den Rückstand zweimal gut aufgeholt, aber ich denke schon, dass zum Schluss ein bisschen mehr möglich gewesen wäre. Wales hat nur mehr auf ,Hintenreinstellen’ gemacht und wollte gar nichts mehr mit dem Spiel zu tun haben. Da hätten wir etwas mehr Druck aufbauen müssen, aber wir waren auch ein bisschen müde”, erklärte der Leipzig-Legionär, der seine eigene Leistung als “nicht überdrüber, aber solide” bezeichnete.

Aleksandar Dragovic wies darauf hin, dass man die vergangene EM-Qualifikation daheim ebenfalls mit einem Unentschieden (Anm.: 1:1 gegen Schweden) begonnen hatte. Laut dem Innenverteidiger hätte sich die ÖFB-Elf gegen Wales einen Sieg verdient gehabt. “Ich glaube, die Waliser wissen selber nicht, wie sie mit einem Punkt jetzt nach Hause fliegen, aber okay, so ist nun einmal der Fußball.”

Man sei “über 90 Minuten die klar bessere Mannschaft” gewesen. “Jeder Spieler hat alles gegeben und keiner kann sich etwas vorwerfen”, betonte Dragovic.

>> Der Nachbericht zum Spiel.

(APA)

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