Österreichs EM-Gruppengegner Island kassiert Testspielniederlage

Der Däne Yussuf Poulsen (r.) machte ein starkes Spiel.
Der Däne Yussuf Poulsen (r.) machte ein starkes Spiel. - © AFP Photo/Henning Bagger
Die Nordlichter sind im Sommer in Frankreichs Österreichs letzter Gegner in der Vorrunde der EURO 2016.

Österreichs EM-Gegner Island ist mit einer Niederlage ins EURO-Jahr gestartet. Die Truppe von Teamchef Lars Lagerbäck musste sich am Donnerstagabend in einer über weite Strecken sehr interessanten Partie in Herning Gastgeber Dänemark verdient mit 1:2 (0:0) geschlagen geben. Am Dienstag testet Island wieder auswärts, diesmal in Piräus gegen Griechenland.

In der ersten Hälfte entwickelte sich eine ziemlich offene Partie, beide Mannschaften suchten ihr Heil in der Offensive und kamen jeweils zweimal der Führung sehr nahe. Dänemark-Goalie Kasper Schmeichel, Klubkollege von Christian Fuchs bei Englands Tabellenführer Leicester City, hatte mit einem Sigurðsson-Schuss aus 25 Metern seine Mühe (16.) und parierte einen weiteren Versuch des Offensivspielers von Swansea City (30.). Die Dänen sorgten mit einem gut getretenen, aber auch gut gehaltenen Eriksen-Freistoß sowie einem Poulsen-Kopfball (jeweils 25.) für Gefahr.

Island defensiv verwundbar, Jørgensen-Doppelpack für Dänemark

Dass die mit einer 4-4-2-Formation angetretenen Isländer in der Defensive durchaus verwundbar sind, wurde dann in der zweiten Hälfte so richtig deutlich. Der starke Yussuf Poulsen narrte die Gästeabwehr und sein Zuspiel zur Mitte vollendete Nicolai Jørgensen im Strafraum ohne große Mühe (51.). Drei Minuten später avancierte der Akteur des FC Kopenhagen endgültig zum Matchwinner. Unmittelbar nachdem Schmeichel einen Finnbogason-Abschluss pariert hatte, kam der Ball nach einem Konter über den Leipziger Poulsen und Christian Eriksen neuerlich zu Jørgensen, der aus sieben Metern nur mehr vollenden musste.

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Posted by UEFA EURO on Donnerstag, 24. März 2016

Die Isländer konnten lange Zeit nicht zusetzen und hätten durchaus höher in Rückstand geraten können. Ein Schöne-Volleyschuss wurde gerade noch abgeblockt (67.), ein Schuss von Lasse Vibe ging drüber (71.). Die Schlussphase gehörte dann aber den Gästen, die es noch einmal spannend machten. Schmeichel konnte bei einem Magnusson-Freistoß (88.) mit einer tollen Parade gerade noch das 1:2 verhindern. Das fiel dafür zwei Minuten später. Nach einem Corner kam Arnór Ingvi Traustason aus 14 Metern unbedrängt zum Schuss und ließ Leicesters Einsergoalie keine Chance (90.). An der Niederlage änderte sich aber nichts mehr.

(APA, Red.)

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