Österreicher streiken im internationalen Vergleich wenig

Österreicher sind eher Streik-Muffel
Österreicher sind eher Streik-Muffel - © APA
In Österreich wird im internationalen Vergleich wenig gestreikt. Pro Jahr gehen lediglich zwei Arbeitstage durch Streiks verloren. Nur in drei Ländern wird noch weniger oft die Arbeit niedergelegt. Das sind die Ergebnisse einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Die Studie hat im Zeitraum von 2007 bis 2016 die Streikhäufigkeit in 22 OECD-Ländern verglichen und die jährlich durch Streiks ausgefallenen Arbeitstage pro 1.000 Beschäftigten untersucht. Österreich steht auf dem viertletzten Platz und verliert pro Jahr lediglich zwei Arbeitstage. Spitzenreiter sind die Franzosen mit 123 streikbedingten Ausfalltagen, in der Slowakei und Japan gab es fast gar keine. Auffallend ist vor allem die lange Liste jener Länder, in denen wenig gestreikt wird. In der Hälfte der Länder gingen weniger als 10 Arbeitstage durch Streiks verloren. Darunter auch Deutschland (7), die USA (6) oder Schweden (5).

Weiters zeigt die Studie einen Rückgang der streikbedingten Ausfalltage in allen Ländern, allerdings beobachte man seit 2008 in einigen europäischen Ländern wie Griechenland, Spanien, Frankreich und Belgien vermehrt politische Streiks.

(APA)

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