Zudem informierte er darüber, dass der See, in dem der Tauchgang stattfinden soll, auf 5.420 Metern Höhe liegt und nicht wie angenommen auf 5.160 Meter. Der Wiener plant trotz des nur 14-prozentigen Sauerstoffgehalts auf rund 5.000 Metern auf künstlichen Sauerstoff zu verzichten. Er will in seinem handelsüblichen Neoprenanzug etwa drei Minuten unter Wasser bleiben.
Auf die Herausforderung hat sich Redl über ein Jahr penibel vorbereitet: Denn 14 statt normalerweise 21 Prozent Luftsauerstoff bedeuten eine enorme Belastung. “Ich habe nur die Chance auf einen einzigen Tauchgang. Klappt es nicht, ist der Körper so verausgabt, dass es ewig dauert, bis er sich wieder erholt hat”, sagte er vor seinem Abflug nach Nepal im Gespräch mit der APA. Sauerstoff ist nur für den Notfall dabei, falls Redl während seines Rekordversuchs bewusstlos wird.
Beim Tauchgang wird der Extremsportler im eiskalten Wasser liegen, während Messinstrumente an seiner Hand alle wichtigen Körperfunktionen überwachen. Eine Minute muss Redl mindestens durchhalten, angestrebt werden zwei bis drei. Geht alles nach Wunsch, will er anschließend noch – ebenfalls ohne Pressluft – im See tauchen und nach etwaigen Lebensformen suchen. “Gelingt dies, wäre das eine Sensation.” Denn die Wissenschaft glaubt nicht, dass etwas unter diesen Bedingungen existieren kann.
(APA)