“Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek”: Lese-Festival ab 19. Oktober 2015

Das ganze Land liest wieder: "Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek"
Das ganze Land liest wieder: "Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek" - © BVOE/Lukas Beck
“Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek” lädt zum 10-Jahres-Jubiläum: 2005 wurde die Kampagne ins Leben gerufen. Bei der zehnten Auflage des Festivals von 19. bis 25. Oktober soll nicht nur zum Lesen verführt, sondern auch gefeiert werden.

“Am Anfang hat uns niemand zugetraut, daraus etwa Gescheites zu machen. Und doch ist daraus Österreichs größtes Lesefestival geworden, das jedes Jahr über eine halben Million Menschen anzieht”, freut sich Gerald Leitner, der Geschäftsführer des Büchereiverbandes Österreichs und Erfinder der Aktion.

Eröffnung des Literaturfestivals

An der Eröffnung am Montag, 19. Oktober, 19.30 Uhr, im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) nehmen u.a. Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) und ÖNB-Generaldirektorin Johanna Rachinger teil. Der Autor und Historiker Doron Rabinovici, dem kürzlich der Ehrenpreis des österreichischen Buhhandels zuerkannt wurde, hält eine Festrede zum Thema “Die Vielseitigkeit der Schrift”.

Die Vielseitigkeit von Sprachen, Schriften und Literaturen sei auch eine der zentralen neuen Herausforderungen, vor der sich die Bibliotheken angesichts der großen Flüchtlingsbewegungen gestellt sehen, sagt Gerald Leitner im Gespräch mit der APA: “Bibliotheken verstehen sich traditionell als einen Ort, der für alle offen ist und niemanden ausschließt.”

Unterstützung für Bibliotheken

Daher würden etwa gerade “Unterstützungspakete” für Bibliotheken entwickelt, in denen Willkommensplakate in 30 Sprachen und Benutzungsordnungen sowie Einschreibinformationen in 19 Sprachen enthalten seien. Man versuche auch vermehrt “Silent Books” ohne Schrift oder Bücher in Arabisch anzubieten.

Zusätzlich habe sich die “aufsuchende Bibliotheksarbeit” verstärkt, bei der man etwa mit Büchern in Flüchtlingslager gehe. Es gehe nicht nur um Kleider und Lebensmittel, sondern auch um geistige Nahrung und um gegenseitiges kulturelles Interesse. “Insgesamt ist es aber keine leichte Aufgabe”, resümiert Leitner.

Auf ein Büchereigesetz warten die österreichischen Bibliothekare weiter vergeblich. Das größte Anliegen Richtung Gesetzgeber sei im Moment eine Verbesserung des Urheberrechts im Bereich der digitalen Medien, schildert der Chef des Büchereiverbands. Derzeit könnten Verlage den Verkauf von E-Books an Bibliotheken verweigern. “Sie sehen uns als Konkurrenten.”

Tausende Veranstaltungen bei “Österreich liest”

Landesweit werden bei “Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek” zwischen 19. und 25. Oktober tausende Veranstaltungen angeboten, von Dialogführungen durch das neue Literaturmuseum über literarische Stammtische, Bücherflohmärkte und Bilderbuchkinos bis zu Poetry Slams und herkömmlichen Lesungen.

Weitere Informationen und der Veranstaltungskalender zu “Österreich liest” ist hier zu finden.

(apa/red)

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