Österreich in Gruppe F unter Siegeszwang: So soll Island besiegt werden

So will das Österreichische Nationalteam ins Achtelfinale.
So will das Österreichische Nationalteam ins Achtelfinale. - © AFP
Österreich hat den Aufstieg ins EM-Achtelfinale am Mittwochabend selbst in der Hand. Mit einem Sieg über Island wäre der Coup perfekt.

Österreich (1 Punkt) hilft bei der Fußball-EM am Mittwoch in Saint-Denis (18.00 Uhr) gegen Island (2) nur ein Sieg im Kampf um ein Achtelfinal-Ticket. Das Team von Marcel Koller muss dafür aber die Torflaute gegen die starke isländische Defensive beenden. Im Parallelspiel will Portugal (2) um Superstar Cristiano Ronaldo in Lyon gegen Spitzenreiter Ungarn (4) den Gruppensieg in Pool F fixieren.

In den Abendpartien (21.00 Uhr) wird die erste Turnierphase mit den Spielen der Gruppe E abgeschlossen. Die bisher makellosen und bereits als Poolsieger feststehenden Italiener (6 Punkte) treffen in Lille auf Schlusslicht Irland (1). Belgien (3) will indes in Nizza gegen die Schweden (1) an die gute Leistung vom 3:0-Erfolg über die Iren anschließen. Für den Achtelfinaleinzug würde dem aktuellen Weltranglistenzweiten bereits ein Punkt genügen.

ÖFB-Team gegen Island möglicherweise mit Junuzovic

Österreichs Fußball-Nationalteam kann gegen Island möglicherweise wieder auf Zlatko Junuzovic zählen. Die Genesung des Mittelfeldspielers verlaufe “überraschend gut”, sagte Teamchef Marcel Koller am Dienstagnachmittag in der Abschlusspressekonferenz im Stade de France.”Wir sind alle sehr zufrieden mit dem Heilungsverlauf. Aber ob es für morgen reicht, wissen wir nicht”, erklärte Koller. Junuzovic hatte vor einer Woche beim 0:2 gegen Ungarn einen Außenband-Teilabriss im rechten Knöchel erlitten und gegen Portugal (0:0) pausieren müssen.

Überraschungen sind im entscheidenden Gruppenspiel um den Aufstieg ins Achtelfinale nicht ausgeschlossen – weder was das Personal, noch was das System betrifft. “Ich kann mir viel vorstellen”, sagte Österreichs Teamchef Koller auf die Frage, ob etwa eine Variante mit einer Dreierkette denkbar sei.

Alaba “wird sicher spielen”

Eine klare Ansage des 55-Jährigen gab es im Zusammenhang mit David Alaba. “Er wird sicher spielen”, meinte Koller. “Auf welcher Position, wird man sehen.” Trotz dessen enttäuschender Auftritte im bisherigen EM-Verlauf sei Alaba nach wie vor ein Schlüsselspieler. “Er hat unglaublich viele Fähigkeiten”, lobte Koller den Bayern-Star.

Es sei verständlich, dass man nicht regelmäßig auf Top-Level spielen könne – noch dazu, wenn die Erfahrung fehle. “Man muss nicht auf Teufel komm raus auf jeden Ball gehen und jeden Sprint anziehen”, meinte Koller. Diesbezüglich werde die EM für den bald 24-Jährigen wichtige Erkenntnisse bringen.

Mit Alaba wohl wieder in einer defensiveren Position als gegen Portugal gilt es, drei Punkte gegen Island einzufahren, ansonsten ist die EM für das ÖFB-Team schon nach der Gruppenphase wieder vorbei. Dennoch wird man von den Österreichern nicht gleich von Beginn an volles Risiko sehen. “Beide Mannschaften brauchen einen Sieg, ich glaube aber, dass beide nicht auf Teufel komm raus loslegen werden”, vermutete Koller.

So will Österreich gegen Island gewinnen

Was Einsatzbereitschaft, Kampfgeist und Defensivstärke betrifft, könne der Auftritt gegen Portugal für Mittwoch als Vorbild dienen, sagte Koller. “Doch fußballerisch haben wir sicher noch nicht gezeigt, was wir können. Wir brauchen hundertprozentigen Einsatz, aber auch Passstärke und Lockerheit”, lautet die Devise des Teamchefs. Außerdem forderte Koller: “Unser Ziel muss es sein, hinter ihren Rücken zu kommen.”

Dieses Vorhaben dürfte nicht einfach werden, schließlich gelten die Isländer als äußerst defensivstark. “Sie arbeiten diszipliniert in der Gruppe und haben auch den einen oder anderen, der ein Spiel alleine entscheiden kann”, warnte Koller.

Aufgrund der physischen Stärke der Isländer sieht der ÖFB-Trainer im läuferischen Bereich keinen Vorteil für seine Mannschaft. “Aber dafür einen kleinen Vorteil im fußballerischen Bereich. Ich hoffe, dass wir das auch umsetzen können.”

Dafür spricht laut Koller unter anderem die gute Atmosphäre innerhalb des Teams. “Wir haben eine super Stimmung, es ist kein Lagerkoller dabei. Jetzt gilt es, das umzusetzen und den Sieg einzufahren, auch wenn es sehr schwierig wird.”

(APA/Red)

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