Österreich holt bei Olympia-Premiere des alpinen Ski-Mixed-Teambewerbs Silber

Österreichs alpines Ski-Team hat die Silbermedaille gewonnen.
Österreichs alpines Ski-Team hat die Silbermedaille gewonnen. - © APA/HANS KLAUS TECHT
Medaille Nummer 14: Beim ersten alpinen Ski-Mixed-Teambewerb der olympischen Winterspiele in Pyeongchang gewann Österreich im Finale Silber. “Diese Medaille hat einen sehr großen Stellenwert. Genauso wie bei allen anderen Bewerben gibt es ihn nur alle vier Jahre”, so Michael Matt.

Bei der Olympia-Premiere für den alpinen Ski-Mixed-Teambewerb in Yongpyong hat es das österreichische Team gleich aufs Podest geschafft. Hinter Sieger Schweiz gab es für Österreich nach einer 1:3-Niederlage im Finale Silber. Die Bronzemedaille sicherte sich Norwegen nach einem 2:2 gegen Frankreich im kleinen Finale aufgrund der besseren Gesamtzeit.

“Diese Medaille hat einen sehr großen Stellenwert. Genauso wie bei allen anderen Bewerben gibt es ihn nur alle vier Jahre”, sagte Michael Matt, der in allen Runden zum Einsatz kam, im ORF-Interview. Katharina Gallhuber, die wie Matt im Slalom bereits Bronze gewonnen hatte, fügte hinzu: “Der Teambewerb ist etwas ganz anderes, es ist echt besonders. Wir sind alles Einzelsportler, da ist es noch einmal umso schöner, wenn man das mit dem Team miterleben darf.”

Olympia: Österreich gewann bei alpiner Teambewerb-Premiere Silber

Seit dem Gewinn der Goldmedaille bei den Weltmeisterschaften 2015 in Vail war es für Rot-Weiß-Rot in dem Mannschafts-Bewerb nicht mehr wunschgemäß verlaufen, es gab seither mit Rang drei beim Weltcup-Finale 2015 in Meribel nur einen Podestrang. In Südkorea musste das ÖSV-Team auf Doppel-Olympiasieger Marcel Hirscher verzichten, der wegen der Vorbereitung auf das Technik-Wochenende in Kranjska Gora frühzeitig heimgereist war.

Wie erwartet hatte Österreich in der Besetzung Gallhuber, Katharina Liensberger, Matt und Marco Schwarz auf dem Parallel-Slalomkurs mit Riesentorlauf-Toren im Achtelfinale keine Probleme gegen Südkorea, setzte sich mit 4:0 durch. Schweden mit den Olympiasiegern Andre Myhrer und Frida Hansdotter gab Slowenien mit 3:1 das Nachsehen, womit es zum aus ÖSV-Sicht befürchteten Viertelfinalduell mit dem Angstgegner kam.

An dem aktuellen WM-Dritten Schweden war Österreich zuletzt bei den Weltcupfinali 2015 in Meribel (Dritter), 2016 in St. Moritz und 2017 in Aspen (jeweils Platz fünf) gescheitert. Wegen des Rankings in der Nationenwertung trafen die Länder zuletzt so oft aufeinander. Am Samstag folgte eine lang herbeigesehnte Revanche, die in Form eines 4:0-Erfolges deutlich ausfiel. Liensberger setzte sich gegen Hansdotter durch, Slalom-Bronzemedaillengewinner Matt gegen Mattias Hargin, Gallhuber gegen Anna Swenn Larsson und Manuel Feller gegen Myhrer.

Schweiz siegte, Norwegen gewann Bronze

Norwegen wartete überraschend im Halbfinale und die souveräne Liensberger legte gegen Kristin Lysdahl vor. Matt beendete seinen Lauf gegen Leif Kristian Nestvold-Haugen nicht (1:1). Gallhuber gegen Nina Haver-Löseth und Schwarz gegen Sebastian Foss-Solevaag fuhren das Ding mit 3:1 aber sicher nach Hause, womit der Finaleinzug und eine Medaille feststanden.

Norwegen sicherte sich dann im kleinen Finale gegen Frankreich knapp die Bronzemedaille. Es war ein historisches Edelmetall, denn mit der 38. Medaille bei diesen Spielen überbot Norwegen den Rekord der USA an insgesamt gewonnenen Medaillen von Vancouver 2010.

Im Rennen um die Goldmedaille wartete die Schweiz, die Ungarn (4:0), Deutschland (2:2/Zeitregel) und Weltmeister Frankreich (3:1) aus dem Weg geräumt hatte. Liensberger gewann auch ihr viertes Rennen gegen Denise Feierabend. Sie war allerdings die einzige Österreicherin, die im Finale punkten konnte. Matt fädelte gegen Ramon Zenhäusern im Duell des Slalom-Bronze-Medaillengewinners gegen den -Silbermedaillengewinner zurückliegend ein, Gallhuber verlor knapp gegen Slalom-Silbermedaillengewinnerin Wendy Holdener und Schwarz schied im Duell der letzten Chance mit viel Risiko gegen Daniel Yule aus.

Eine Medaille erhält übrigens auch die nicht eingesetzte Stephanie Brunner. Jede Nation durfte sechs Läufer anmelden und jederzeit tauschen.

(APA/Red)

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