ÖFB-Cup: Austria Wien setzt letzte Hoffnungen in das Finale

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ÖFB-Cup: Austria Wien setzt letzte Hoffnungen in das Finale
Am Mittwochabend geht es beim ÖFB-Cup-Finale für Red Bull Salzburg um die Titelverteidigung und den FK Austria Wien um die letzte Möglichkeit in der kommenden Saison doch noch international zu spielen.

Salzburg stellte sich deshalb auf einen unangenehmen Gegner ein. Die Favoritenrolle im Wörthersee-Stadion nahm der das “Double-Double” anpeilende Titelverteidiger trotz Verletzungssorgen an. “Wir wollen etwas schaffen, das bisher in der österreichischen Fußballgeschichte nur zweimal gelungen ist, nämlich einen Doublegewinn zu verteidigen”, betonte Trainer Adi Hütter.

Austria Wien setzt Hoffnungen auf Cup-Gewinn

Von einem Titelgewinn war die aktuelle Austria in der Liga in dieser Saison weit entfernt. In ihrem Lieblingsbewerb bietet sich den Favoritnern aber noch die Chance, im Herbst international dabei zu sein. “Die Austria wird versuchen, im allerletzten Spiel nach dem letztem Strohhalm zu greifen”, erkannte Hütter – und stellte fest: “Aber wir werden versuchen, das zu verhindern und alle Hebel dafür in Bewegung setzen.”

Salzburg setzt dabei auf seine zuletzt geschonten “Waffen” (Hütter): Die Toptorjäger Jonatan Soriano und Marcel Sabitzer zeichneten in der Liga für 50 der 99 Tore des erfolgreichen Titelverteidigers verantwortlich. Im Cup hat das Duo bei bisher 30 Salzburger Toren im laufenden Bewerb in Summe 13 Mal zugeschlagen. Der künftige Leipziger Sabitzer führt mit sieben Treffern die Torschützenliste gemeinsam mit Ex-Clubkollege Alan an.

Red Bull Salzburg will Double verteidigen

Wie die Violetten das Duo stoppen wird wollen, war für Hütter klar. “Die Austria wird sehr körperbetont spielen, vielleicht auch über der Grenze, weil es für sie um die letzte Chance geht”, vermutete Salzburgs Trainer. Er hatte schon beim 1:1 in Wien am Sonntag einen “sehr hungrigen” Gegner gesehen. Bei beiden Teams waren bei der Generalprobe nur bessere B-Mannschaften eingelaufen. Salzburgs Stefan Ilsanker kündigte deshalb vollmundig an: “Am Mittwoch wird es so richtig krachen.”

Die Austria bereitete sich auf ihr Match des Jahres wie schon zuletzt vor dem 3:0-Halbfinalsieg beim WAC in Bad Sankt Leonhard im Lavanttal vor. Dabei ließ Interimstrainer Andreas Ogris nicht nur vermehrt Standards, sondern auch Elferschießen trainieren. Sein Team könnte das seltene Kunststück zuwege bringen, den Pokal ohne Gegentreffer zu holen. 22:0 lautet das Torverhältnis der Austria, die ihre jüngsten 17 Cup-Matches allesamt auswärts bestreiten musste.

15.000 Besucher bei ÖFB-Cup-Finale erwartet

Gegen Salzburg wartet auf die Wiener Abwehr aber eine Mammutaufgabe. “Um die Stärken von Salzburg wissen wir Bescheid. Sie sind kombinationsstark, im Torabschluss stark, das weiß die ganze Liga. Wir wollen ihnen diese Stärke nehmen”, war Kapitän Markus Suttner dennoch optimistisch. Für Ogris ist es das vorerst letzte Highlight auf der Austria-Betreuerbank. Der dreifache Cupsieger kündigte eine “topmotivierte und sehr fokussierte” Elf an. Personell kann Ogris im Unterschied zu Hütter aus dem Vollen schöpfen.

Austrias künftiger Cheftrainer Thorsten Fink wird bei diesem “sehr, sehr wichtigen Spiel für den Verein” wie die erwarteten 15.000 Besucher auf der Tribüne mitfiebern. Der Deutsche soll die Violetten nach ihrer verkorksten Saison wieder nach oben führen. Neues Personal soll dafür vorhanden sein, am Dienstag fixierte der Siebente der abgelaufenen Meisterschaft die Verpflichtung des kroatischen Ex-Teamspielers Ognjen Vukojevic.

Ein weiteres Agieren auf dem Transfermarkt wird auch ein wenig vom Abschneiden in Klagenfurt abhängen. Zwar hat Manager Markus Kraetschmer im Budget wie immer vorsichtig – “nur mit einer Quali-Runde” – geplant, doch bei einem Einzug in die Europa League könnte die Austria ihren Kader am Ende der Übertrittszeit noch einmal entsprechend verstärken.

WAC und Altach hoffen auf Salzburg-Sieg

Auf das dritte Salzburger Double nach 2012 und 2014 hofft indes auch die Liga-Konkurrenz. Denn dann würde der WAC als Meisterschaftsfünfter an der Europa-League-Qualifikation teilnehmen dürfen. Und für die Altacher, mit 59 Punkten als Dritter der bisher beste Aufsteiger der Bundesliga-Geschichte, hätte ein erneuter Cup-Triumph der “Bullen” ebenfalls einen positiven Nebeneffekt: Die Vorarlberger müssten erst in der dritten Europa-League-Quali-Runde einsteigen.

(APA/Red)

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