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ÖBB fahren ab 6. August "rechts"

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) stellen ab 6. August acht Bahnstrecken in Ost-Österreich auf Rechtsverkehr um. Für die Fahrgäste heißt das: Der Zug kommt am anderen Gleis. Dadurch ändert sich auch der gewohnte Zugangsweg zum Bahnsteig. Der Kunde bekommt derzeit von der Umstellung noch nichts mit, sagte ÖBB-Konzernsprecherin Sarah Nettel zur APA.

Im Moment werden etwa Überholgleise gebaut, das gesamte Signalwesen auf den betroffenen Strecken muss umgedreht werden. Ab 6. August werden die Bahnfahrer verstärkt informiert: Die Beschilderung wird geändert und intensiver ausfallen, es wird Bodenmarkierungen und Durchsagen geben, sagte die Sprecherin. Für die Fahrgäste bedeutet die Umstellung, dass auf zweigleisigen Strecken der Zug – wo bisher links gefahren wurde – nun am anderen Gleis einfährt und sich der gewohnte Zugangsweg und das Abfahrtsgleis ändert. Darauf werden die ÖBB-Kunden mit Infoplakaten, auf den Monitoren, beim Fahrscheinautomaten, im Internet, aber etwa auch über die Schulen, informiert.

Warum wird “rechts” gefahren? Die ersten Bahnstrecken der k.k. Monarchie waren laut ÖBB auf Linksverkehr ausgerichtet. Der Hintergrund ist einfach: Die ersten Eisenbahningenieure waren Engländer und brachten von dort den Linksverkehr nach Österreich. Für die Lokführer zeigte sich aber bald, dass “Linksfahren” wenig praktikabel war. Ihnen wurde die Sicht auf die Signale erschwert. Weil der Heizer links und der Lokführer rechts auf der Lok stand, behinderte der Kessel die Sicht auf Signale, die links von der Strecke angeordnet waren. Daher begann man bereits 1909 mit der schrittweisen Umstellung auf den Rechtsverkehr. Mittlerweile herrscht im ganzen Land – mit Ausnahme der Ostregion – Rechtsverkehr.

Die Umstellung soll den Verkehr effizienter machen und Trassenkonflikte im Bereich Wien-Meidling bis Wien-Hauptbahnhof vermeiden helfen. Der Schritt betrifft acht Bahnstrecken und insgesamt 80 Bahnhöfe. Insgesamt investieren die ÖBB 16 Millionen Euro in das Projekt.

 

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