ÖBB: Alkoholverbot auf Wiens Bahnhöfen nur in Kooperation mit der Stadt

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Am Wiener Westbahnhof könnte es eventuell ein Alkoholverbot geben
Am Wiener Westbahnhof könnte es eventuell ein Alkoholverbot geben - © APA
Alkoholverbote im Bahnhofsbereich wollen die ÖBB nicht “im Alleingang” realisieren. Es sei wenig sinnvoll, sagte ÖBB-Sprecher Roman Hahslinger am Freitag, wenn die Stadtverwaltungen nicht dazu bereit seien, ein derartiges Verbot umzusetzen.

Im Dornbirner Bahnhof gibt es bereits seit Mai 2016 ein Alkoholverbot im Testbetrieb, da sich die Stadtverwaltung zuvor dazu entschlossen hatte, auch auf dem Vorplatz des Gebäudes keinen Alkohol zu erlauben.

Stadt-Kooperation wäre nötig für Alkoholverbot auf Bahnhöfen

In Wien wäre eine Kooperation mit der Stadtregierung ebenfalls Voraussetzung für ein Alkoholverbot an derzeit viel diskutierten Brennpunkten wie dem Praterstern oder dem Westbahnhof. Das sagte Hahslinger am Freitag auf APA-Anfrage. Konsumiert eine Person im Bahnhofsbereich übermäßig Alkohol und werde auffällig, sei das Hausrecht aber natürlich aufrecht und werde genützt, so Hahslinger weiter.

ÖBB-Offensive “Sicherheit und Service”: Weniger WLAN, mehr Überwachung

Die erst kürzlich gestartete ÖBB-Offensive zum Thema “Sicherheit und Service” umfasst u. a. eine Personalaufstockung um insgesamt 425 Mitarbeiter, eine WLAN-Beschränkung, bessere Beleuchtung sowie verstärkte Videoüberwachung. Damit sollen in erster Linie die Mitarbeiter der ÖBB besser geschützt werden.

Die Übergriffsrate auf Personal stieg nämlich im letzten Jahr massiv. Gab es 2015 noch 106 Tätlichkeiten gegen Zugbegleiter, waren es im Vorjahr bereits 164. Zum Vergleich: auf Fahrgäste der Bahn wurden im Jahr 2016 18 Übergriffe verübt. Auf aussagekräftige Zahlen bezüglich der Auswirkungen der Sicherheitsinitiative warten die ÖBB noch, sagte Hahslinger. Es handle sich in jedem Fall um ein “wichtiges internes Signal”.

(apa/red)

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