Obst in der Schule: Wiener Schulfruchtprogramm wird erweitert

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Das Wiener Schulfruchtprogramm wird erweitert
Das Wiener Schulfruchtprogramm wird erweitert - © PID / Christian Jobst
Ein voller Erfolg: Rund 3.600 Schulkassen an etwa 300 offen und halbtägig geführten Pflichtschulen der Stadt Wien profitieren vom Wiener Schulfruchtprogramm. Jede Woche werden rund 80.000 Schülerinnen und Schüler mit rund 16 Tonnen Obst und Gemüse versorgt.

Kurz vor Start der pädagogischen Begleitmaßnahmen für das Sommersemester überzeugten sich Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely und Gemeinderätin Birgit Hebein in der Volksschule Zeltgasse vom Erfolg des Programms.

Jede Woche frische Früchte in der Schule

Als Claudia und Milan mit dem bunten Kisterl in die Klasse kommen, werden sie von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern schon erwartet. Was steht in dieser Woche auf dem “Schulfrucht-Programm”? Die knackigen Karotten vom letzten Mal sind den Kindern noch gut in Erinnerung, sie haben ihnen bisher am besten geschmeckt. Und leicht zu verteilen waren sie auch. Die Volksschule Zeltgasse in der Josefstadt ist eine von rund 300 offen und halbtägig geführten Pflichtschulen der Stadt Wien, deren Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Wiener Schulfruchtprogramms jede Woche eine Lieferung frischer Früchte erhalten. “Das vergangene Jahr zeigt, wie gut das Wiener Schulfruchtprogramm von allen Beteiligten angenommen wird. Wie man hier sieht, freuen sich die Kinder auf die wöchentliche Frucht-Lieferung und greifen gerne zu”, zeigt sich Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely bei ihrem Besuch in der 1a zufrieden. “Deshalb war es mir besonders wichtig, dass die dauerhafte Fortsetzung des Wiener Schulfruchtprogramms gesichert ist und Kinder, Lehrpersonen aber auch Eltern weiterhin davon profitieren.”

Gesunde Schuljause boomt

“Die gute Akzeptanz der gesunden Schuljause ist wirklich erfreulich”, so Birgit Hebein, Sozialsprecherin der Wiener Grünen, “die beteiligten Schülerinnen und Schüler wollen dies unbedingt beibehalten, wie eine begleitende Evaluierung festgestellt hat. Rund 60 Prozent der Kinder und Jugendlichen kommen ohne Frühstück zur Schule. Die Gründe sind vielfältig, auch die finanzielle Situation vieler Familien ist angespannt. Mit der Jause wird eine gesundes, dauerhaftes Angebot gemacht. Wir werden jetzt das Angebot an regionalem und biologischem Obst und Gemüse erweitern und damit eine größere Vielfalt in die Schuljause bringen ”

Gerade startet die Wiener Gesundheitsförderung auch wieder das begleitende Angebot an pädagogischen Maßnahmen für das Sommersemester 2016 – kostenlos für alle beteiligten Schulen. Neben den bereits bewährten Workshops für PädagogInnen und Klassen, Verkostungen von Obst und Gemüse sowie Exkursionen zu Bauernhöfen oder Märkten wurde das heurige Maßnahmenpaket um einige Angebote erweitert.

Wiener Schulfruchtprogramm und weitere Initiativen

So haben die SchülerInnen ab sofort auch die Möglichkeit, bei einer “Supermarkt-Rallye” praxisnah zu erfahren, worauf es beim Lebensmitteleinkauf ankommt. Außerdem werden an den Schulen gezielt Elterninformationsstände angeboten. Dabei werden Eltern bzw. Erziehungsberechtigte auf das Programm aufmerksam gemacht und erhalten wertvolle Informationen rund um das Thema gesunde Ernährung. “Damit Kinder und Jugendliche gesund aufwachsen, müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Deshalb halten wir die Erweiterung in Richtung der Eltern für besonders wichtig und hoffen, dass dieses Angebot gut genutzt wird”, so Wehsely und Hebein beim gemeinsamen “Lokalaugenschein”.

 

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