NÖ Landtagswahl 2018: Helga Krismer ist Spitzenkandidatin der Grünen

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Helga Krismer ist erstmals Spitzenkandidatin der Grünen.
Helga Krismer ist erstmals Spitzenkandidatin der Grünen. - © APA
Helga Krismer führt die Grünen erstmals als Spitzenkandidatin in die NÖ Landtagswahl 2018. Die Klubobfrau und Landessprecherin erhielt am Sonntag am Landeskongress in Ybbs 79,55 Prozent der Delegiertenstimmen.

Hinter Krismer kandidiert Georg Ecker aus Hollabrunn. Das Rennen um Platz drei entschied die 51-jährige Psychologin Moser, Gemeinderätin und Grünen-Obfrau in Zwettl, mit fast 60 Prozent der Delegiertenstimmen für sich. Enzinger (49) aus Aderklaa (Bezirk Gänserndorf), die seit 2008 Landtagsabgeordnete ist, wurde auf den vierten Listenplatz gewählt.

Auf Rang fünf folgt der Landesbedienstete Dominic Hörlezeder (32), Gemeinderat und Fraktionssprecher in Amstetten, auf Platz sechs findet sich Monika Hobek-Zimmermann (34), Gemeinderätin und Parteiobfrau in Guntramsdorf (Bezirk Mödling).

Gegenkandidaten für Platz eins auf der Landtagswahl-Liste gab es keine, anders als bei der Landesliste für die nächste Nationalratswahl, die ebenfalls am Sonntag erstellt wurde. Abg. Dieter Brosz erhielt 75 Prozent Zustimmung und setzte sich damit gegen den Mödlinger Vizebürgermeister Gerhard Wannenmacher (65) durch, der sich “spontan” beworben hatte.

Die Grünen verfügen aktuell über vier Abgeordnete im NÖ Landtag, zwei langjährige Mandatare – Madeleine Petrovic (60) und Emmerich Weiderbauer (62) – hatten bereits zuvor bekanntgegeben, bei der Landtagswahl 2018 nicht mehr zu kandidieren.

Krismer will Klubstatus als Spitzenkandidatin stärken

Krismer forderte am Sonntag am Landeskongress mit rund 180 Delegierten erneut die Einführung eines 365-Euro-Jahrestickets für alle Öffis in Niederösterreich. Den Klubstatus mit aktuell vier Mandaten will die 44-Jährige laut einer Aussendung absichern bzw. stärker werden.

Krismer, seit 2003 Landtagsabgeordnete und seit 2010 Vizebürgermeisterin in Baden, ist seit Jänner 2014 Obfrau des Landtagsklubs der Grünen Niederösterreich. Die gebürtige Tirolerin folgte im November 2015 als Landessprecherin auf Madeleine Petrovic, die seit 2002 an der Spitze der Partei im Bundesland stand und bei den vergangenen drei Landtagswahlen Listenerste der Grünen war. Bei ihrer Kür zur Spitzenkandidatin für den Urnengang 2013 hatte Petrovic 74 Prozent der Delegiertenstimmen erhalten.

Erneute Kandidatur von Brosz erhielt Zustimmung

Die Landesliste für die für 2018 geplante Nationalratswahl führt zum vierten Mal Brosz, seit 1999 Abgeordneter zum Nationalrat, an. Der 48-Jährige aus Trumau (Bezirk Baden) fungiert als Sport- und Mediensprecher der Grünen. Zu Beginn des Kongresses musste er sich der Vertrauensfrage stellen – das sei Usus für alle Kandidaten, die mehr als zehn Jahre für die Grünen Niederösterreich im Parlament sind, hieß es in einer Aussendung. 162 Delegierte sprachen sich für eine erneute Kandidatur von Brosz aus.

Das Rennen um Rang zwei gewann die Juristin Ulrike Fischer (44), Vizebürgermeisterin in St. Andrä-Wördern (Bezirk Tulln) mit 60,1 Prozent gegen Abg. Eva Mückstein aus Bad Vöslau (Bezirk Baden) und Ingrid Jelem, Gemeinderätin in Bromberg (Bezirk Wiener Neustadt).

Auf Platz drei folgt Betriebswirtin Elisabeth Götze (50), Vizebürgermeisterin in Eichgraben (Bezirk St. Pölten-Land), vor Martin Litschauer (42), Applikationsingenieur, Energieberater und Gemeinderat in Waidhofen/Thaya, auf Rang vier. Listenplatz fünf belegt die Mödlinger Gemeinderätin Anna Teichgräber (40), vor Michael Diller-Hnelozub (28), Geschäftsführer der Grünen Wiener Neustadt.

Von den derzeit drei niederösterreichischen Nationalratsabgeordneten hatte Tanja Windbüchler-Souschill aus Wiener Neustadt bereits zuvor bekanntgegeben, nicht mehr für einen Platz auf der Landesliste zur Verfügung zu stehen. Ebenfalls nicht mehr kandidieren wird die Grüne Gesundheitssprecherin Mückstein (58), die seit 2013 Nationalratsabgeordnete ist.

(APA/Red)

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