NÖ Grüne gegen Idee der Feldbewässerung aus der Donau

Donauwasser zur Bewässerung für NÖ Grüne ein "Schildbürgerstreich"
Donauwasser zur Bewässerung für NÖ Grüne ein "Schildbürgerstreich" - © APA
Die NÖ Grünen haben die Idee der Landwirtschaftskammer, die Donau zur Bewässerung des Weinviertels anzuzapfen, zum “Schildbürgerstreich des Monats” gekürt. Sie wollen das Projekt mit einem Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Landtagssitzung bringen. “Der NÖ Landtag muss sich ganz klar gegen das Projekt aussprechen, bevor es massenhaft Steuergeld verschlingt”, hieß es am Samstag.

Der Klimawandel bringe Trockenheit in die Region und damit Probleme beim Anbau von Erbsen, Sojabohnen, Kukuruz, Karotten, Erdäpfel und Zuckerrüben. Aber Donauwasser werde den Klimawandel im Weinviertel nicht stoppen, meinte die Grüne Landessprecherin und Klubobfrau Helga Krismer laut einer Aussendung. Die Landwirtschaft müsse sich der Natur anpassen und nicht umgekehrt. “Einige Landwirte haben bereits die Zeichen der Zeit erkannt und zum Beispiel im großen Stil auf Haselnüsse umgesattelt”, erklärte LAbg. Amrita Enzinger. “Pikant” sei das Projekt auch deswegen, weil viele Weinviertler keine Trinkwasserleitung in ihrer Gemeinde und in ihrem Haushalt hätten, während für die “Bauern-Lobby” mit “immensen Kosten” Pipelines gebaut werden müssten.

Landwirtschaftskammerpräsident Hermann Schultes hatte Anfang August vorgeschlagen, der Donau Wasser zu entnehmen, um damit Obst- und Gemüseplantagen im Umkreis von rund 50 Kilometern des Flusses zu bewässern. Das Land Niederösterreich kündigte eine Machbarkeitsstudie an, die Aufschluss über mögliche Entnahmestellen und Konfliktfelder sowie Investitionskosten geben soll.

(APA)

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen
Werbung