Niki-Pleite: Sonderflüge für gestrandete Touristen von Thomas Cook und TUIfly

Gestrandete Niki-Fluggäste werden von anderen Fluglinien nach Hause geholt.
Gestrandete Niki-Fluggäste werden von anderen Fluglinien nach Hause geholt. - © APA/GEORG HOCHMUTH
Kunden des Reiseveranstalters Thomas Cook, die nach der Niki-Pleite am Urlaubsort gestrandet sind, wurden auf andere Flüge umgebucht und entsprechend informiert. Der Ferienflieger TUIfly legt Sonderflüge zur Rückholung gestrandeter Passagiere auf.

Die nach der Niki-Pleite am Urlaubsort gestrandeten Kunden des Reiseveranstalters Thomas Cook können aufatmen. “Thomas Cook-Veranstaltergäste mit Abflug am Donnerstag, 14. Dezember 2017, wurden bereits auf andere Flüge umgebucht und entsprechend informiert”, teilte der drittgrößte Reiseanbieter in Österreich der APA mit. Die Urlauber, die für morgen, Freitag, einen Rückflug mit Niki geplant hatten, würden “aktuell auf alternative Flüge umgebucht und im Laufe des Tages informiert”. Ab Samstag (16. Dezember) gilt dann den Angaben zufolge ein alternativer Flugplan, der bereits gemeinsam mit der konzerneigenen Fluglinie Condor und anderen Airlines erstellt wurde.

Thomas-Cook-Gäste werden mit Sondermaschinen nach Hause geflogen

“Diese Sondermaschinen werden Gäste in den Urlaub oder zurück nach Hause fliegen”, kündigte Thomas Cook an. Die Gäste in den Urlaubsgebieten würden von ihrer Reiseleitung entsprechend informiert.

“Alle Reisenden werden gebeten, sich frühzeitig an den Flughäfen einzufinden, da an den Service-Schaltern aufgrund eines erhöhten Gästeaufkommens mit längeren Wartezeiten zu rechnen ist”, betonte der Reiseveranstalter. Auch Gäste mit Bahnanreise zum Flughafen sollten – auch wetterbedingt – rechtzeitig anreisen.

Auch TUIfly legt Sonderflüge auf

Nach dem Aus für die österreichische Air-Berlin-Tochter Niki legt auch der Ferienflieger TUIfly Sonderflüge zur Rückholung gestrandeter Passagiere auf. Die TUI-Fluglinie TUIfly hatte zuletzt noch sieben ihrer Flieger samt Besatzung für Niki im Einsatz. Diese sollen künftig für die Lufthansa-Tochter Eurowings an den Start gehen, jetzt aber erst zunächst für die Rückholflüge eingesetzt werden. Das teilte ein TUI-Sprecher am Donnerstag mit. Im Gegensatz zur Darstellung von TUI-Chef Fritz Joussen vom Mittwoch sind diese Maschinen demnach noch nicht bei Eurowings im Einsatz.Der Mutterkonzern TUI habe sich zudem weitere Flugkapazitäten am Markt gesichert, teilte TUI Deutschland am Donnerstag mit.

Bis Ende des Jahres sind tausende TUI-Kunden von der Niki-Pleite betroffen, davon rund 5.000 aus Deutschland. Keiner von ihnen müsse sich Sorgen machen, dass er nicht in Urlaub fliegen könne oder am Reiseziel festsitze, sagte TUI-Touristikchef Stefan Baumert.

TUIfly hat bereits vier Niki-Maschinen in den eigenen Bestand zurückgeholt

Der vor Jahren geschlossene sogenannte Wetlease-Vertrag zwischen Air Berlin und TUIfly über bis zu 14 Jets galt für TUI als besonders lukrativ – und als einer der Mühlsteine um den Hals von Air Berlin und Niki. Vier Maschinen hat TUIfly dem Sprecher zufolge bereits in den eigenen Bestand zurückgeholt, drei weitere sollen folgen. Diese befänden sich derzeit bei Leasinggesellschaften. Wegen Wartungs- und Lackierarbeiten stünden derzeit zudem nicht alle Maschinen zur Verfügung.

APA/Red.

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