Niki-Chef Lackmann verlässt im Februar insolvente Airline

Der Geschäftsführer von Niki, Oliver Lackmann, verlässt die insolvente Air-Berlin-Tochter im Februar. Das teilte der 48-jährige Deutsche am Mittwoch in einem Schreiben an die Niki-Mitarbeiter mit. Ein Sprecher des deutschen Insolvenzverwalters Lucas Flöther bestätigte der APA den Abgang, zuvor hatte das Luftfahrtportal “Austrian Aviation Net” darüber berichtet.

“Diese Entscheidung liegt bereits einige Monate zurück und hat nichts mit dem Insolvenzantrag von Niki zu tun”, erklärte Lackmann. “Allerdings ist es ohnehin durchaus üblich, dass bei einem Eigentümerwechsel auch eine neue Geschäftsführung ins Amt kommt. Insofern kommt mein Abschied durchaus zur richtigen Zeit, um den Neustart von Niki unter einer neuen Führung zu vollziehen.” Lackmann versicherte, dass er bis dahin mit Flöther an einem “möglichst reibungslosen Übergang von Niki zu Vueling” arbeiten werde.”

“Austrian Aviation Net” schreibt weiters von “unbestätigten Gerüchten”, wonach Lackmann zum deutschen Ferienflieger Tuifly wechseln soll. Lackmann selbst war für die APA zunächst nicht erreichbar. Tuifly erklärte, sich zu Spekulationen über Personalia grundsätzlich nicht zu äußern.

Unterdessen wurde bekannt, dass Vueling-Chef Javier Sanchez-Prieto am Montag in Wien war. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Vueling den Markenname Niki beibehält. Die finale Marketingentscheidung stehe aber noch aus, hieß es von Teilnehmern der Mitarbeiterveranstaltung zur APA. Im Februar solle jedenfalls der Ticketverkauf starten, der Erstflug unter dem neuen Eigentümer ist dann für Ende März geplant – sofern durch die aktuellen juristischen Unsicherheiten nichts mehr dazwischen kommt.

(APA)

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