Nico Rosberg: “Schnauze voll von unehrlicher Formel 1”

Nico Rosberg musste sich beim Großen Preis von Ungarn mit PLatz zwei hinter Lewis Hamilton begnügen.
Nico Rosberg musste sich beim Großen Preis von Ungarn mit PLatz zwei hinter Lewis Hamilton begnügen. - © AP
Mercedes-Pilot Nico Rosberg hat das Verhalten mancher Akteure im Motorsportzirkus harsch kritisiert.

In der heutigen Formel 1 haben die meisten Fahrer eine Schar an Beratern und Betreuern. Pressesprecher entscheiden, wer mit wem wann und wie lange sprechen kann, Schwächen zeigen darf keiner. Dementsprechend oberflächlich geht es im Fahrerlager häufig zu. Der aktuell zweite der Fahrerwertung, Nico Rosberg, hat dieses Verhalten gegenüber der “Bild”-Zeitung deutlich kritisiert: “Manchmal habe die Schnauze voll davon wie unehrlich es in der Formel 1 zugeht. Ich gehe bei Mercedes einen eigenen Weg, nämlich den, dass ich meine Fehler auch mal zugebe. Irgendwann kommt die Wahrheit sowieso ans Licht.” Dafür würde er vielleicht Prügel einstecken, aber er könne weiter in den Spiegel schauen.

“Hamilton mag die Show”

Auch über seinen Teamkollegen und WM-Rivalen Lewis Hamilton äußerte sich der Deutsche: “Lewis ist ein Mega-Naturtalent, der sich leider immer wieder darauf ausruhen kann. Egal ob er aus New York, Barbados oder Colorado kommt, Lewis steigt in ein Auto und ist einfach schnell”, sagte Rosberg. Der Respekt unter den Stallgefährten sei aber da: “Es geht um Fairness und Sport. Das sollte man nicht vergessen. Du kannst nicht dauerhaft Krieg gegeneinander führen, das raubt Energie und macht keinen Spaß.”

Verdiente Titel für Hamilton

Aber auch abseits der Strecke unterscheiden sich Rosberg und Hamilton laut dem WM-Zweiten stark: „Wir leben auf zwei Planeten. Ich mag meine Familie, er die Show.” Rosberg neide seinem Konkurrenten allerdings nichts. Hamilton habe seine zwei WM-Titel mit Mercedes verdient, weil er mehr Punkte geholt hat.

Der Brite Lewis Hamilton hatte zuletzt den Großen Preis von Ungarn gewonnen und somit die WM-Führung übernommen, die Rosberg zuvor innehatte.

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