Neues Projekt in Wien-Favoriten: Wohnen von Flüchtlingen mit Studierenden

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v.l.n.r Thomas Levenitschnig (Eigentümerschaft), die Flüchtlinge Massoud, Abdul und Caritas Generalsekretär Klaus Schwertnerbei während der Präsentation "Neues Wohnprojekt für junge StudentInnen und Flüchtlinge"
v.l.n.r Thomas Levenitschnig (Eigentümerschaft), die Flüchtlinge Massoud, Abdul und Caritas Generalsekretär Klaus Schwertnerbei während der Präsentation "Neues Wohnprojekt für junge StudentInnen und Flüchtlinge" - © APA/HERBERT PFARRHOFER
Menschen mit und ohne “Fluchthintergrund” unter einem Dach – ein solches Wohnprojekt wird in Wien-Favoriten demnächst Realität. Die Caritas entwickelt dort auf den ehemaligen Siemensgründen ein Haus für insgesamt 140 junge Menschen bis 25 Jahre. Das Ziel: Integration.

Integration, so hofft man, soll durch das gemeinsame Miteinander entstehen. “Die jungen Flüchtlinge haben ein unglaubliches Potenzial und sie haben vieles mit den Studierenden gemeinsam: Alle wünschen sich eine gute Zukunft, ein friedliches Leben, einen Beruf, der den eigenen Interessen und Fähigkeiten entspricht und Freunde”, betonte Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien, bei der Vorstellung des Projekts am Montag.

Neues Projekt ermöglicht Wohnen mit Studierenden

Die Idee dahinter sei es, eine unkonventionelle, selbstbestimmte Art des Zusammenwohnens verschiedener Kulturen zu leistbaren Bedingungen zu ermöglichen. 140 Mädchen und Burschen unterschiedlicher Nationalitäten werden im Herbst in der WG in der Kempelengasse wohnen. 45 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ziehen bereits ab Ende Juli ein, 25 ältere Asylwerber werden hier Nachbetreuungsplätze erhalten.

Anmeldung für Wohnprojekt ab sofort

Ab September werden dann 70 Studierende und junge Menschen in Berufsausbildung in der neuen Unterkunft wohnen, wobei die Anmeldung für die Plätze ab sofort möglich ist. Vielseitig nutzbare Gemeinschaftszonen sollen das Kennenlernen erleichtern. Wobei die Kontaktaufnahme auch mit den Nachbarn erwünscht ist. Diese dürfen auch vorbeikommen: Das ehemalige Firmenareal wird künftig tagsüber für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Die Caritas betreut laut eigenen Angaben neben der akuten Flüchtlingsnothilfe österreichweit rund 43.000 Asylwerber in Grundversorgung, davon knapp 9.000 in von der Caritas betriebenen Unterkünften. Mehr als 870 sind unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. 34.000 Flüchtlinge, die privat oder in Quartieren anderer Unterkunftsgeber untergebracht sind, werden mobil betreut.

(apa/red)

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