Neues Mutter-Kind- und OP-Zentrum im Wiener KFJ-Spital eröffnet

Das neue Mutter-Kind- und OP-Zentrum.
Das neue Mutter-Kind- und OP-Zentrum. - © KAV/Nickl & Partner Architekten
Anfang Juni ist das Preyer’sches Kinderspital in das Kaiser-Franz-Josef Spital (KFJ) in Wien-Favoriten übersiedelt, nun eröffnete Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) das neue “Mutter-Kind- und OP-Zentrum”.

Mehr als 100 Jahren lang war das Gottfried von Preyer’sche Kinderspital in Favoriten eine wesentliche Größe in der medizinischen Versorgung von Kindern in Wien. Gespräche über einen Umzug gab es schon lange – “seit gut 20 Jahren”, erinnerte sich die ärztliche Direktorin des KFJ, Margit Endler, in ihrer Eröffnungsrede.

Überdies habe es in der Vergangenheit gar Diskussionen gegeben, das Haus zu schließen und die Abteilungen auf andere Spitäler aufzuteilen, wie die Favoritner Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner (SPÖ) verriet.

Bau seit 2011 am Gelände des KFJ

Im Jahr 2011 startete schließlich der Bau des Mutter-Kind- und OP-Zentrums am Gelände des KFJ. Anfang Juni diesen Jahres siedelte schließlich das Kinderspital mit allen Leistungen und Abteilungsschwerpunkten in das neue Gebäude. Der Umzug erfolgte bei laufendem Betrieb – an einem Wochenende: “Am Samstag sind die Abteilungen und die Patienten gesiedelt. Am Samstagnachmittag ist schon das erst Kind hier geboren worden”, erzählte Endler. Am Sonntag folgte das restliche Spital.

Lob für den “reibungslosen Umzug” gab es auch vom Generaldirektor des Krankenanstaltenverbunds (KAV), Generaldirektor Udo Janßen, der auch auf das Erscheinungsbild des Baus mit der markanten Glasfassade hinwies: Die “heimelige Atmosphäre” würde den Müttern Geborgenheit geben, ob der lichtdurchfluteten Architektur würden aber “auch die Mitarbeiter von der Atmosphäre profitieren”. Die Abteilung fasst 258 Betten in Ein- und Zweibettzimmern. Der Bau kostete 160 Millionen Euro – 20 Millionen mehr als geplant.

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Bild: Nickl & Partner Architekten

Eltern und Kinder nicht mehr getrennt bei Behandlungen

Außerdem ist im neuen Zentrum auch die Gynäkologische Abteilung des KFJ untergebracht. So müssen Eltern und Kinder nicht mehr getrennt werden, wenn beide eine Behandlung brauchen. Das sei vor allem bei der Behandlung von Frühgeborenen eine wesentliche Verbesserung, hob der KAV beim Umzug hervor.

Weiters fasst das Gebäude ein Operationszentrum mit acht Sälen, wo nunmehr sämtliche operative Abteilungen des KFJ gebündelt sind. In der neuen interdisziplinären Tages- und Wochenstation werden von Montag bis Freitag kleinere operative Eingriffe durchgeführt. Da der Wochenendbetrieb dieser Station entfällt, lässt er sich laut KAV kosteneffizienter betreiben.

Neues Mutter-Kind- und OP-Zentrum

Wehsely hob in ihrer Eröffnungsrede hervor, dass am neuen Mutter-Kind- und OP-Zentrum “plastisch” zu sehen sei, wie “Schritt für Schritt” das Spitalskonzept 2030 umgesetzt werde. Das Konzept sieht eine Konzentration auf Regionen sowie Schwerpunktsetzungen in Krankenhäusern vor.

Dessen Notwendigkeit wurde von der Stadträtin einmal mehr begründet. Man müsse sich jetzt “so aufstellen, dass wir auch für die zukünftigen Generationen sagen können: Die beste Qualität können wir nur dann garantieren, wenn wir uns verändern, denn der medizinische Fortschritt muss sich natürlich auch in den Prozessen abbilden und in der Art und Weise, wie wir unsere Spitäler organisieren”.

(APA)

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