Neues Modell bei der Post: Briefe mit drei Geschwindigkeiten verschicken

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Briefe können ab Juli mit drei verschiedenen Prrioritäten versendet werden.
Briefe können ab Juli mit drei verschiedenen Prrioritäten versendet werden. - © APA-Photo: Hans Klaus Techt
Die Österreichische Post startet ab dem 1. Juli mit einem neuen Tarifmodell. Dabei lassen sich Briefe mit drei unterschiedlichen Geschwindigkeiten verschicken. Je nach Priorität unterscheidet sich auch der Preis.

Mit 1. Juli können die Kunden entscheiden, ob sie ihren Brief am nächsten Tag oder in zwei bis drei Tagen – oder überhaupt erst in vier bis fünf Tagen zugestellt haben möchten. Der Preis für die “Prio-Variante” mit Zustellung am nächsten Tag wird bei 80 Cent liegen, beim Modell “Eco” (2-3 Tage) fallen 70 Cent an, beim langsamsten Transport (“Eco-Business”) sind es 0,65 Cent. Weitere Details wird Postchef Georg Pölzl heute, Mittwochvormittag, bei der Quartalspressekonferenz bekannt geben.

Neue Preise für Pakete

Teurer wird auch der eingeschriebene Brief (2,30 statt 2,20 Euro).

Die neuen Zeitspannen für die Zustellung gelten auch für die Päckchen-Tarife. Das Medium-Päckchen mit Zustellung am nächsten Tag schlägt dann mit 4,20 statt 4,00 Euro zu Buche, dürfen es zwei bis drei Tage zur Auslieferung sein, so sind es weiterhin 4,00 Euro.

Doch nicht nur die Preise ändern sich, auch das Handling. Der “Eco”-Brief kann bei der Einzelzustellung nicht mehr in den Briefkasten geworfen werden, er muss in der Filiale abgegeben werden. Briefmarken gibt es dafür keine, das Kuvert ist schon vorfrankiert und wird in den Postfilialen verkauft.

Positive Bilanz

Die Bilanzzahlen für das erste Quartal entsprechen den positiven Analystenerwartungen, das Betriebsergebnis (Ebit) erhöhte sich um 4,3 Prozent auf 56,7 Mio. Euro, beim Ergebnis je Aktie gab es einen Zuwachs von 3,5 Prozent auf 0,62 Euro. Der Umsatz blieb mit 490,6 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum stabil. Einmal mehr gab es einen Rückgang im Briefgeschäft (minus 3,5 Prozent), während dank Onlinehandel der Paketbereich weiter zulegte (plus 1,.9 Prozent).

BAWAG zieht sich aus Post-Filialen zurück

Den Ausblick für das Gesamtjahr ließ Pölzl unverändert. Im Vorjahr lag der Umsatz knapp unter zwei Milliarden Euro, das Ebit bei 208 Mio. Euro. Zu der Partnersuche für den Bankenbereich – die BAWAG hat ja bereits begonnen, sich aus den Post-Filialen zurückzuziehen – gab sich die Post in einer Aussendung bedeckt. “Gespräche mit alternativen Finanzdienstleistern werden gesucht”, hieß es lediglich.

(APA/red)

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