Neue Wohnungen beim Gasometer, in Hetzendorf und am Franz-Josefs-Bahnhof

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Tausende neue Wohnungen entstehen in Wien.
Tausende neue Wohnungen entstehen in Wien. - © APA/dpa
In Wien gibt es weitere Baupläne rund ums Wohnen: Insgesamt 3.500 neue Wohnungen sollen beschlossen werden – unter anderem am Franz-Josefs-Bahnhof, nahe dem Gasometer oder am ehemaligen Coca-Cola-Areal beim Wienerberg.

“Wir haben immer gesagt, wir arbeiten bis zur letzten Minute”, meinte Planungsstadträtin Maria Vassilakou am Mittwoch.

1.000 neue Wohnungen, davon 650 gefördert, sollen etwa am ehemaligen Coca-Cola-Areal am Wienerberg entstehen. Das Stadterweiterungsgebiet ist nach den “Harry Glück’schen Prinzipien” geplant, schilderte Vassilakou bei der Präsentation der neuen Projekte. Glück ist jener Architekt, der u.a. für den Wohnpark Alt Erlaa verantwortlich zeichnete. Vorgesehen sind daher u.a. viele Frei- und Gemeinschaftsräume sowie große Grünflächen.

Wohnungen beim Gasometer: Details zu den Plänen

Neben dem Gasometer wird es experimentell: Albatros – nicht Vogel, sondern neuer Gebäudetypus, wie Planungssprecher Christoph Chorherr erklärte – soll dort landen. Geplant ist eine Kombination aus Wohnen und Arbeiten – auf großzügigen multifunktionalen Sockeln im Erdgeschoß, die etwa Architektenbüros oder Ateliers beherbergen sollen, werden Wohnblöcke aufgesetzt. Insgesamt sollen dort 450 neue Wohnungen entstehen.

Spannend wird es auch im Alsergrund: Hier wird das erste Projekt am ehemaligen Franz-Josefs-Bahnhof umgesetzt. “Das ist eines der rechtlich schwierigsten Areale, das uns seit Jahrzehnten im Magen liegt”, meinte Chorherr. Nun wird zumindest einmal jener Teil, der früher die Post beherbergt hat, im Bestand in Wohnungen umgewandelt: 240 sollen es insgesamt werden. Für jenes Gebäude, in dem noch die Mitarbeiter der Bank Austria untergebracht sind, gibt es derzeit noch keine konkreten Pläne. Allerdings gehören beide Areale inzwischen dem selben Immobilienentwickler.

Über 1.000 Wohnungen in Hetzendorf

In Meidling, genauer in Hetzendorf, wird das größte Projekt entstehen: 1.100 Wohnungen sollen in den nächsten Jahren am Emil-Behring-Weg gebaut werden. Für die passende Infrastruktur soll eine eigene S-Bahn-Station sorgen – derzeit befinde man sich in Gesprächen mit den ÖBB. Allerdings sei mit dieser eher nicht vor 2021 zu rechnen, so Chorherr.

Vassilakou nutzte die Gelegenheit, um die grünen Forderungen in Sachen Wohnen zu wiederholen: An erster Stelle stehe ein neues Mietrecht, das der Bund schon seit Jahren blockiere. Dieses soll vor allem Mieter im Altbau entlasten. Zusätzlich wünschte sie sich ein Anti-Spekulationspaket, das sowohl Spekulationen am Bau als auch mit Grund und Boden künftig stoppen soll, so die Grünen.

(APA)

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