Neue Projekte am Donaukanal

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Das Schuetzenhaus des Architekten Otto Wagner &copy APA
Das Schuetzenhaus des Architekten Otto Wagner © APA
Zahlreiche große Schiffe sollen in den kommenden Jahren am Wiener Donaukanal in City-Nähe vor Anker gehen. Den Anfang macht heuer ein Badeschiff. Ein Hotel-, Wellness- und ein Kulturschiff sollen folgen.

Angedacht sind aber auch exzentrischere Projekte wie eine über den Kanal gespannte Golfanlage. Bereits heuer zur Verfügung steht das teils bekannte, breite Potpourri an Attraktionen und Events.

So werden mit der Strandbar Hermann und der Adria Wien heuer zwei der drei Stadtstrände aus dem Vorjahr wieder öffnen – der ÖVP-Strand entfällt hingegen. Am 9. Mai wird die offizielle Eröffnung der Summer Stage mit einem Konzert begangen und am 17. und 18. Juni auf dem Wasser wieder die City Boat Trophy über die Bühne gehen. Dabei liefern sich mehr als 20 Mini-Speedboote ein Rennen auf dem Kanal.

Für größere Schiffe, nämlich einen Katamaran, wird der Donaukanal ab Juni als Anlegestation dienen. Der zwischen Wien und der slowakischen Hauptstadt Preßburg verkehrende Twin-City-Liner erhält sein fixes Gebäude aber erst Anfang Juli 2007. Dann soll sich ein gläserner Landungssteg zwischen Schweden- und Marienbrücke erstrecken, inklusive Raum für Ausstellungen und Gastronomie.

Wenn das jüngste Hochwassers beim Transport von der Werft in Berlin nach Wien keinen Strich durch die Rechnung macht, soll Ende Juni das neue Badeschiff am Kanal in Betrieb gehen. Neben einem rund 30 Meter langen Schwimmbecken sind hier ein Restaurant und ein Fitnessclub vorgesehen.

Erst nach Fertigstellung der Arbeiten an der neuen Trasse der U-Bahn-Linie U2 unter dem Kanal 2008 dürfte ein zweites Wohlfühlschiff Anker werfen: Auf Höhe des Ringturms sind Saunen, Dampfbäder und Fitnessbereiche vorgesehen. Das Projekt sei derzeit in der Detailplanung, so der Wiener Donaukanal-Koordinator Bernhard Engleder.

Wohl ebenfalls erst 2008 dürfte ein Hotelschiff folgen. Der Idee einer schwimmenden Herberge zeigte sich Engleder gegenüber offen, zumal ein für Laufpublikum zugänglicher Barbetrieb vorgesehen sei. Allerdings stünden hier noch die behördlichen Genehmigungen aus.

Am Hermannpark soll außerdem ein Kulturschiff anlegen, auf dem Veranstaltungen verschiedenster Art gezeigt werden. Da hier die Finanzierung noch ungeklärt ist, rechne er erst in den kommenden drei bis vier Jahren mit einer Realisierung, erklärte Engleder.

Bereits Ende April soll die Finanzierungsstudie zum rund 50 Mio. Euro teuren Trialto-Projekt vorliegen. „Es schaut gut aus“, gab sich Investor Michael Satke optimistisch. Bei Trialto soll am Schwedenplatz ein Netzwerk aus sieben untereinander verbundenen Brücken zwischen Marien- und Schwedenbrücke entstehen. Darauf sind Glas-Pavillons mit Restaurations- und Geschäftsbetrieb geplant. Wenn die erforderlichen Baugenehmigungen schnell erteilt würden, könne man bereits 2009 Eröffnung feiern, hoffte Satke.

Noch utopischer mutet das Projekt „Hole-in-One“ an, das stromabwärts nach der Urania entstehen könnte: Eine zweigeschoßige, 15 Meter breite Brücke soll dabei 36 Golfabschlagsplätze beherbergen, aber auch als Fuß- und Radweg dienen. Derzeit habe die potenzielle Betreiberin noch keinen Konsens mit der Stadt erzielen können, da zum Auffangen fehlgeleiteter Bälle ein Netz über den Kanal gespannt werden müsste. Sollte man sich aber einigen, könne der Golfplatz auf dem Wasser in wenigen Jahren frei zum Abschlag sein, schätzte Engleder.

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